Adora: Closed Protection - Teil 23
Datum: Freitag, 12. März 2010 @ 21:10:40 Uhr
Thema: Alternate Universe



Autor: Adora
Titel: Closed Protection
Inhalt: Spike wartet vor Joyce Haus auf Buffy und überlegte, wie er es ihr sagen sollte....
Altersfreigabe: ab 16 Jahren
Teil: 23/?
Disclaimer: Alle in dieser Story verwendeten Charaktere und Grundkonzepte sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber. Sie werden einzig und allein zu Unterhaltungszwecken genutzt. Eine Copyright-Verletzung ist weder beabsichtigt noch impliziert.
Hauptcharakter(e)/Paar(e): Buffy/Spike und einige andere
Kommentar: Weiter gehts! ich wünsche viel Spaß beim Lesen.



 

Kapitel 23

Um ein Haar wäre heute der berühmte Schauspieler Spike Giles bei einem Banküberfall in Sunnydale ums Leben gekommen. In letzter Zeit hat er wohl immer Glück im Unglück gehabt. Zuerst explodierte vor ungefähr vier Wochen sein Wagen, vor seiner Haustür, wo er auch nur knapp mit dem Leben davon gekommen war und heute hielt ihn nach Aussagen der Zeugen, einer der Bankräuber eine Waffe an den Kopf, als er sich heldenhaft vor eine Frau, die als Geisel fungieren sollte, schützend vor den Bankräuber stellte. Ein weiterer Held in diesem Fiasko war der Sicherheitsbeamte der Bank. Er erschoss den Bankräuber und rette somit das Leben unseres berühmten Stars. Alle...

Buffy konnte den Bericht nicht weiter verfolgen. Sie stieg schnell in ihre Jeans, warf sich ein Shirt über, zog ihre Schuhe an und verließ sofort die Wohnung. Sie setzte sich in ihren Wagen und fuhr Richtung Sunnydale genauso schnell, wie sie hierher raste.

„Nicht ein Mal, kann man ihn alleine lassen, ohne dass er irgendwelchen Blödsinn anstellt!“, schimpfte sie vor sich hin und in ihrem Inneren brodelte es vor Angst.

Um ein Haar wäre heute der berühmte Schauspieler Spike Giles bei einem Banküberfall in Sunnydale ums Leben gekommen. In letzter Zeit hat er wohl immer Glück im Unglück gehabt, ging es der Blondine durch den Kopf. Was hat er sich nur dabei gedacht? Sie ärgerte sich, dass sie nicht mehr erfahren hatte. Nachdem sie losgestürmt war, war ihr Kopf leer, nur ihr Körper funktionierte und befahl ihr so schnell wie möglich zu ihm zu gehen. Sie starrte auf die Uhr am Armaturenbrett, wenn sie das Tempo weiter so halten konnte, wäre sie spätestens in einer Stunde da. Sie griff nach ihrem Handy und wählte sein Handy an. Es wäre ja auch ein Wunder gewesen, wenn er jetzt rangegangen wäre, dachte sie sich nachdem die Mailbox ansprang.

*~*~*

Das Handy von Spike klingelte seit einiger Zeit fast pausenlos. Er hatte über hundert unbeantwortete Anrufe, davon allein gehörten etwa 25 Buffy und der Rest davon Wesley, Lorne und seinem Vater. Spike wollte nicht an sein Telefon gehen, also hatte er es irgendwann einfach ausgeschaltet.

Er saß vor Joyces Haus auf der Verandatreppe und starrte in die pralle Mittagssonne. Er wollte es Buffy nicht am Telefon sagen, daher hatte er auch ihre Anrufe unbeantwortet gelassen. Er hatte zwar keine Ahnung wie er es ihr sagen sollte, aber er wusste sie würde irgendwann kommen und sie würde eine Erklärung von ihm fordern.

Zuerst spielte er mit dem Gedanken, wie ein Feigling,einfach zu verschwinden, jedoch fühlte er sich dafür verantwortlich, Buffy die Nachricht zu überbringen. Sie sollte es nicht durch einen Cop, oder besser noch, durch die Medien erfahren.

Er hatte keine Ahnung wie er es ihr beibringen sollte und überlegte die ganze Zeit fieberhaft wie es am besten wäre. Letztendlich dachte er dass es eh egal ist, wie er es ihr sagte, so eine Nachricht konnte man nicht verschönern und einem schonend beibringen. Es wird für sie wie ein Hammerschlag ins Gesicht werden und er ist schuld dran, dass er es nicht verhindern konnte.

Wieder vergrub er sein Gesicht hinter seinen Händen und versucht das letzte Bild von Joyce aus dem Gedächtnis zu verbannen. Er blickte erst wieder kurz auf als das Quietschen von Reifen die Stille brach.

*~*~*

Buffy hielt mit einer Vollbremsung vor dem Haus ihrer Mutter an. Sie sah Spike bereits durch das Autofester auf der Verandatreppe sitzen und war erleichtert, ihn zu sehen. Schnell stieg sie aus und kam mit großen schnellen Schritten auf ihn zu gelaufen.

Er sah sie direkt an und Buffy traute ihren Augen kaum. Sein linkes Auge war zugeschwollen und eine große Platzwunde zierte seine Braue, die vorher schon eine Narbe aufwies. Seine Hände, sein Hemd und seine Jacke waren blutverschmiert. Sie stürmte den letzten Meter direkt auf ihn zu und viel ihm in die Arme.

„Gott sei Dank, dass es Dir gut geht!“, wisperte sie in sein Ohr. „Ich hatte schon das schlimmste befürchtet. Bist du schwer verletzt? Warum bist du eigentlich hier und nicht im Krankenhaus?“ Während ihre unzähligen Fragen auf Spike niederprasselnden, untersuchte sie ihn mit ihren Händen. Er hatte ihr bisher noch nicht geantwortet und sie dachte er stünde unter einem Schock.

Statt einer Antwort umfasste er ihrenArm und schob sie von sich weg.

„Was ist los mit dir?“, sie sah ihn besorgt an und wurde so langsam sauer, da er sie nur anstarrte.

„Verdammt noch mal, rede mit mir, Spike! Weißt du eigentlich, was ich mir für Sorgen gemacht habe? Warum bist du nicht an dein Handy gegangen? Ich versteh das immer nicht, alle haben ein Handy und wenn man anruft, sind alle nie erreichbar. Was hast du eigentlich in der verfluchten Bank gemacht? Du solltest doch im Haus bleiben!“

„Buffy?“ Seine Stimme war rau, kratzig und trocken, da er seit Stunden mit niemandem geredet und auch nichts getrunken hatte. Ungeduldig sah sie in sein Gesicht. Sie ging vor ihm in die Hocke, um auf der gleichen Höhe zu sein wie er und sah ihn weiterhin besorgt an, da er so verzweifelt aussah.

„Bei dem Überfall...“, er machte eine lange Pause nachdem er zu sprechen begann.

„Was ist bei dem Überfall gewesen?“, fragte sie ihn drängend. Er hatte sich wieder verschlossen und sah sie nur an.

„Spike, wenn Du nicht sofort mit mir darüber redest, werde ich Dir einen Arschtritt verpassen, den Du nie wieder vergessen wirst!“

Er lächelte leicht und schüttelte den Kopf.„Es gab ein paar Verletzte und zwei Tote“, fuhr er leise mit gesenktem Blick fort.„Einer davon war der Bankräuber und die andere…“, er stockte. „Deine Mutter, Buffy!“

Nun sah er sie wieder direkt an. Die Blonde runzelte die Stirn, denn sie verstand den Zusammenhang nicht. Allerdings machte sich in ihrem inneren schon wieder ein ungutes Gefühl breit.

„Was ist mit Mom?“, fragte sie zögerlich vorsichtig.

„Sie ist Tod, Buffy! Sie ist vor meinen Augen gestorben!“, brüllte er sie an und stand auf. Sie hockte immer noch an der Stelle, wo Spike vor wenigen Sekunden noch saß und jetzt hinter ihr stand. Sie runzelte immer noch die Stirn, denn die Worte wollte sie nicht verstehen. Alles wehrte sich in ihr das zu verstehen.

„Was meinst du?“, fragte sie langsam flüsternd.

„Deine Mutter, Joyce...“, zornig darüber das sie ihn nicht verstehen wollte, ging er zu ihr, packte sie an den Armen, zog sie auf ihre Beine und sah sie eindringlich an.

„Sie hat es nicht überlebt, Buffy!“ er betonte jede Silbe einzeln und schüttelte sie dabei unbewusst, damit sie es in ihr Hirn bekam.

Tränen sammelten sich in ihren Augen und Ungläubigkeit breitete sich in ihrem Gesicht aus. „Nein, Nein, ist sie nicht. Das ist nicht wahr!“, rief sie.

Spike konnte ihr nicht mehr ins Gesicht sehen und ließ sie los. „Doch, ist sie! Und es tut mir leid! Ich konnte sie nicht schützen!“

Plötzlich und ohne Vorwarnung bekam er von ihr eine kräftige Ohrfeige verpasst. Danach hielt sie sich die Hände vors Gesicht und die Tränen strömten regelrecht aus ihren Augen. Einen Augenblick später hatte sie sich wieder gefasst. Mit einem kurzen Blick auf Spike, rannte sie die Treppe zur Eingangstür rauf, ging ins Haus und rief nach ihrer Mutter.

„Mom, Mom bist du da? Mom wo steckst du?!“

Er hörte wie sie durch das ganze Haus rannte und ihre Mutter suchte. Auch ihm stiegen wieder Tränen in die Augen. Er wartete drauf, dass sie wieder raus kam. Er brauchte auch nicht lange warten, da stand sie wieder in der Eingangstür und flehte ihn an: „Bitte sag mir, dass das nicht wahr ist! Sag mir, dass es nicht wahr ist!“

„Es tut mir leid, ich kann nicht. Ich wünschte es wäre anders gelaufen!“

Sie brach noch im selben Moment an der Tür zusammen. Spike rannte die Stufen zu ihr hinauf und zog sie in seine Arme. Sie weinte heftig gegen seine Brust und er streichelte ihr Haar, bis die Tränen verebbten. Es brach ihm das Herz sie so zu sehen. Er wollte ihr helfen, ihr Kraft geben, aber er wusste nicht wie. Er wusste wie schwer es war, so etwas zu verkraften und zu akzeptieren.

Er wusste nicht wie lange sie schon so vor der Tür hockten, aber er wusste, dass ihre Tränen bereits versiegt und getrocknet waren. Sie klammerte sich noch immer an ihm fest und sagte kein Wort. Sie ließ sich nur hin und her wiegen. Nach einer Weile brach Spike die Stille.

„Die Polizei würde gerne noch mit Dir reden. Du solltest da so schnell wie möglich hinfahren.“

Sie reagierte nicht.

„Buffy? Hast du mir zu gehört?“

„ Ja“, sie antwortete zwar, aber sie wollte eigentlich nichts hören. Sie wollte einfach nur so sitzen bleiben und versuchen an nichts zu denken.

„Wann willst Du denn hinfahren?“ Jetzt wurde er ungeduldig, denn er wollte von dem Ort, der ihn mit so vielen Erinnerungen an Joyce verband, verschwinden.

Sie stützte sich von ihm ab. „Ich will das noch nicht, ich will einfach hier sitzen bleiben!“

Ihre Stimme war wieder schwach und es klang fast so, wie ein flehen.

„Das geht aber nicht!“, beharrte der Platinblonde.

„Nur noch ein Moment, bitte!“, flehend sah sie ihn an und er sah den tiefen Schmerz in ihren geröteten Augen.

„Wie kannst Du nur hier mit mir sitzen wollen? Sie ist Tod, Buffy, deine Mom ist Tod und es ist meine Schuld!“ Wieder schossen die Tränen in ihre Augen.

„Sag es nicht, sag so was nicht, verdammt noch mal! Du hast mir ja noch nicht mal erzählt, was passiert ist!“, brachte sie vorwurfsvoll hervor.

„Ja glaubst du denn, dass das so einfach für mich ist? Ich habe deine Mutter auch ins Herz geschlossen und ich musste mit ansehen, wie sie zusammengekauert und blutüberströmt auf dem Boden lag, verdammt!“, brach es aus ihm heraus.

„Ich...ich muss selber erst versuchen damit klar zu kommen!“ Während er sie anschrie stand er auf. Er war zornig und wütend. Er wusste nicht wohin mit seiner Kraft und ballte seine Hände zu Fäusten, in der Hoffnung so die Wut zu unterdrücken.

„Ich muss gehen. Tut mir leid, ich muss hier weg!“Er drehte sich von ihr weg und ging einfach los.

„Spike, warte!“ Er hörte ihre Rufe nicht, er wollte einfach nicht, er konnte sie nicht noch mal zusammenbrechen sehen.

*~*~*

Er lief und lief, bis er in die Innenstadt kam, dort schnappte er sich ein Taxi, das grade an einer roten Ampel stand und forderte den Fahrer auf, ihn nach Los Angelos zu bringen. Der Fahrer sah ihn forschend an. „Hast du auch genug Kohle dafür?“

Spike griff in seine Hosentasche und reichte ihm ein Bündel Dollarscheine.

„Das sollte reichen!“, brummte er. Der Fahrer überprüfte schnell das Geld. „Ja, das wird reichen“, bestätigte er lächelnd und fuhr los.

*~*~*

Derweil sah Buffy immer noch auf die menschenleere Straße. Spike war schon lange aus ihrem Sichtfeld verschwunden. Sie wusste nicht was sie machen sollte. Sie hatte das Gefühl, das sie alles verloren hatte, was ihr wichtig war. Erst Robin, ein guter Freund, dann ihre Mom, die sie über alles geliebt hatte und die immer für sie da war und dann noch Spike, der Mann den sie liebte.

Wie konnte das alles passieren? Wieso sagte er, dass er Schuld an ihrem Tod wäre?

Da sie so viele offene Fragen hatte, beschloss sie nun doch zur Polizei zu fahren.

Sie setzte sich in ihr Auto und wollte den Motor starten, jedoch konnte sie nicht. Sie war emotional total fertig. Zuerst schlich sich eine einzelne Träne über ihre Wange und plötzlich strömten die Tränen nur so. Sie weinte heftig, noch heftiger als zuvor an Spikes Brust. Bis zum Sonnenuntergang saß sie noch in ihrem Wagen einfach hinter dem Steuer und ließ ihren innerlichen Schmerz heraus und fuhr dann los.

*~*~*

Beim Polizeirevier angekommen wurde sie von einem uniformierten Latino in ein Büro geführt. „Setzten sie sich doch. Möchten sie vielleicht etwas zu trinken?“, fragte er höflich. „Nein danke!“ Der Cop nickte. „Der Officer wird gleich bei Ihnen sein, Miss Summers!“ „Danke“, sagte sie wieder nur und starrte ins Leere.

Wenig später kam ein junger Mann hereingestürmt. „Guten Abend, Miss Summers. Ich möchte ihnen als erstes mein Beileid aussprechen.“ Sie nickte nur stumm.

„Das mit ihrer Mutter tut mir sehr leid, aber wenigstens haben wir die Täter erwischt!“

Diese Aussage beruhigte sie kein bisschen. „Können Sie mir sagen, wie es passiert ist?“

„Laut Aussagen der Zeugen und der ersten Untersuchung ihrer Mutter, ist es so passiert: Der Sicherheitsbeamte Archer hatte seine Zweitwaffe gezogen und schoss auf den Bankräuber zweimal. Die erste Kugel prallte an einer Metalltür ab und traf ihre Mutter, die in der Nähe gewesen sein musste. Und die zweite Kugel hatte den Bankräuber erledigt, bevor er den Schauspieler Spike Giles, der sich dem Bankräuber entgegengestellt hatte, umbringen konnte.“

Nach der kurzen Zusammenfassung konnte Buffy erst mal nichts sagen. Sie versuchte das Gesagte in ihrem Kopf zu rekonstruieren und zu verstehen. „Es war ein Unfall?“, fragte sie den Beamten.

„Sozusagen“, nickte der Cop. „Hätte also dieser blöde Wachmann mit der ersten Kugel gleich getroffen, wäre meine Mutter noch am Leben?“ Buffys Augen begannen vor Zorn zu funkeln.

Der Polizist merkte die Veränderung in ihr und versuchte sich für die folgende Schuldzuweisung zu wappnen.

„Das wäre gut möglich, jedoch kann ich den Wachmann nicht zur Rechenschaft ziehen. Er hat in Notwehr gehandelt!“

„Er hat meine Mutter erschossen! Eine unschuldige Frau!“, widersprach Buffy.

„Miss Summers, jeder dieser Menschen war unschuldig, bis auf die schwerbewaffneten Bankräuber. Hätte der Sicherheitsbeamte nicht eingegriffen, wären vielleicht noch mehr Menschen gestorben. Es war nicht seine Schuld!“, versuchte der Polizist die Blonde davon zu überzeugen, doch Buffy regte sich immer mehr auf.

„Das werden wir ja sehen! Ich werde ihm einen Anwalt an den Hals hetzten, damit kommt er nicht ungestraft davon!“, rief sie aufgebracht und sprang vom Stuhl auf, der dabei umfiel.

„Beruhigen sie sich doch erst mal, Miss. Nichts überstürzen! Sie befinden sich im Moment in tiefer Trauer, da reagiert man leicht über. Mit der Zeit werden sie es verstehen!“

„Überreagieren? Verstehen? Wie kann man solch einen Fehler verstehen? Stellen sie sich mal vor, dass es ihre Mutter hätte sein können! Würden Sie es denn auch verstehen und so locker aufnehmen?“ Buffy wusste, dass sie nun unfair handelte, aber das war ihr im Moment vollkommen egal.

„Bitte, Miss, setzten Sie sich doch wieder!“, forderte der Beamte sie im sanften Ton auf.

„Sie haben mir gar nichts zu sagen, Officer! Ich werden ihn verklagen und sie gleich dazu! Warum haben Sie denn nicht früher eingegriffen? Lassen Sie mich raten, es ging nicht eher, da man sich ja Genehmigungen holen muss und dann wird erst ein Team zusammen getrommelt und dann werden die Pläne des Gebäudes studiert usw. das kostet alles Zeit, wertvolle Zeit. Ihr scheiß Bürokraten!“

Sie war zornig und wütend. Sie ließ ihren ganzen Frust an dem armen Polizisten ab. Der gar nicht mehr wusste was er sagen sollte, um sie zu beruhigen. Letztendlich verließ sie einfach das Büro und ließ die Tür krachend ins Schloss fallen. Sie musste sich unbedingt weiter abreagieren.

*~*~*

Es tat ihm gut wieder in L.A zu sein. Die vielen Menschen, der lärmende Verkehr und die vertraute Hektik. Er bildete sich ein, dass er hier das erlebte erst mal vergessen konnte. Aber er brauchte dringend jemand zum Reden, daher rief er vom Hotel aus, in dem er abgestiegen war, Angel an.

Spike bat seinen besten Freund zu sich ins Hotel zu kommen. Dieser erschien auch gleich zwanzig Minuten später und musterte seinen Freund. „Man Spike, Du siehst echt beschissen aus!“, besorgt sah der Dunkelhaarige seinen Freund an. „Ich fühl mich auch so!“, antwortete der Platinblonde und ließ seinen Freund herein.

Angel hatte eine Flasche Whiskey mitgebracht, die er nun öffnete, zwei Gläser mit der brauen Flüssigkeit befüllte und reichte seinem Freund eins davon.

„Das wirst Du jetzt sicher brauchen!“ Dankend nahm Spike das Glas an.

„Draußen ist die Hölle los. Irgendwie hat die Presse Wind davon bekommen, dass Du hier abgestiegen bist.“

Spike zuckte als Antwort nur mit den Schultern.

„Also, was ist Passiert?“, wollte Angel nun wissen, der die Berichte über den Banküberfall auch im Fernseher gesehen hatte.

Nach kurzem zögern begann Spike ihm vom Überfall und dem Mord an Detektive Wood zu erzählen.Die ganze Zeit hatte Angel seinem Freund aufmerksam zu gehört.

„Verdammte Scheiße, ich hätte echt gedacht, dass es jetzt mit euch beiden klappen würde!“

„Ja, das dachte ich auch, aber sie hatte immer Recht, es sollte wohl nicht sein!“

„Jetzt rede Dir das doch nicht ein. Du liebst sie doch? Ich hab es in Deinem Blick gesehen!“

Spike überlegte kurz und gab es dann einfach vor seinem Freund zu.

„Ja, aber ich kann es nicht ertragen, sie so leiden zu sehen. Ich gehe dabei kaputt, Angel! Ich bin schuld am Tod ihrer Mutter!!!“

„Nun erzähl doch nicht so ein quatsch, es war ein Unfall! Was hättest du denn machen sollen? Du hast auch verfluchtes Glück gehabt, dass der Typ Dich nicht abgeknallt hat, Du hast Dein Leben für sie aufs Spiel gesetzt!“

„Und? Hat es was gebracht? Nein, sie ist trotzdem Tod, ich hätte anders handeln sollen!“

„Das hast Du aber nicht und Du kannst es auch nicht mehr ändern. Es war nicht Deine Schuld. Sie wollte zu Bank, nicht Du. Auch wenn sie allein gegangen wäre, hätte es ihr passieren können. Die ganze Sache hatte nichts mit Dir zu tun!“

„Und warum fühle ich mich dann so elend? Warum habe ich diese Schuldgefühle, warum lässt mich das alles nicht los?“ Er versuchte seine Tränen zurückzuhalten, jedoch war er so wütend, verzweifelt und zornig, dass es ihm nicht gelang.

Angel war mit dieser Situation etwas überfordert, er konnte Spike da nicht wirklich raushelfen.

„Ich denke mal, dass Buffy es erkennen wird, wenn Sie die Trauer überwunden hat. Du musst nun einfach abwarten“, versuchte es Angel erneut.

„Die Frage ist doch, kann ich es mir jemals verzeihen?“ Die Schuldgefühle drängten sich wieder in den Vordergrund und Spike vergrub die Hände wieder in sein Gesicht. Angel ließ ihm die Zeit einfach zu trauern und befüllte die Gläser erneut.

*~*~*

 

 

Es war schon ziemlich spät, als Buffy immer noch völlig aufgebracht das Haus ihrer Mutter betrat. Sie ging wieder durch alle Räume, um sich zu vergewissern, dass ihreMom wirklich nicht mehr da war. Mit dem Wissen, dass ihre Mutter nie wieder dieses Haus betreten würde, wirke es vollkommen kalt und leer. Buffy begann zu zittern und schlag die Arme um sich. Sie setzte sich auf die Couch und überlegte, was sie als nächstes tun sollte. Aber es wollte ihr nicht einfallen. Sie sah immer nur das Bild vor sich, wie Spike einfach davon ging und die Tränen liefen ihr wieder über die Wangen. Ich darf nicht alles in mich rein fressen. Ich muss mit jemand reden, sonst gehe ich kaputt.

Sie griff zum schnurlosen Telefon, da sie beschlossen hatte Willow anzurufen.Willow würde ihr helfen. Sie hat es immer getan, mit ihrer Mom zusammen. Nur war ihre Mom nicht mehr da. Mit verschleiertem Blick wählte sie Willows Nummer. Es läutete dreimal, bis Willow endlich abnahm.

Das Gespräch mit ihrer Freundin tat ihr gut. Willow hatte ihr versprochen gleich am nächsten Morgen zu ihr zu kommen. Sie wusste es, dass Willow ihr helfen würde und sie hatte recht gehabt. Völlig müde und erschöpft legte sie sich auf das Bett ihrer Mutter. Es roch alles noch nach ihr und so fühlte Buffy sich im Moment wohl. Während sie versuchte einzuschlafen, dachte sie an ihre Mutter und die Erinnerungen an besondere Momente, kamen hoch.

Tbc

 







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