
Autor: prue
Titel: Meeting Buffy
Inhalt: Die Rahmenhandlung zu meiner Drabble-Story: Dean Winchester trifft beim Jagen auf Buffy und Spike. Sie jagen gemeinsam, flüchten dann in Deans Motelzimmer und wehren noch einen nächtlichen Angriff ab.
Altersfreigabe: ab 6 Jahren
Teil: 1/1
Disclaimer: Alle in dieser Story verwendeten Charaktere und Grundkonzepte sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber. Sie werden einzig und allein zu Unterhaltungszwecken genutzt. Eine Copyright-Verletzung ist weder beabsichtigt noch impliziert.
Hauptcharakter(e)/Paar(e): Dean Winchester, Buffy Summers, Spike
Kommentar: Angeregt durch die vielen guten Drabbles hab auch ich eine kleine Drabble-Story geschrieben... Viel Spaß beim Lesen! Mein Beta-Dank geht an nisa!!!
Meeting Buffy
Im Halbdunkel der Lagerhalle stehen wir uns gegenüber. Beide einen Pflock in der Hand. Überrascht, überhaupt jemanden hier zu treffen. Jemanden, der kein Vampir ist.
‚Ein Teenager‘, denke ich bei ihrem Anblick. Doch sie wirkt nicht ängstlich, nein, sie wirkt kampfbereit. In ihren Augen die gleiche Härte wie sie auch in meinem Spiegelbild zu erkennen glaube.
„Ich bin Buffy“, sagt sie irgendwann.
„Buffy? Ist das ein Name?“, erwidere ich.
Geräusche lassen uns aufschrecken. Wir locken sie unbewusst mit unserem Herzschlag. „Er gehört zu uns“, erklärt sie und zeigt auf den blonden Vampir an ihrer Seite.
Heute Nacht kämpfen wir gemeinsam.
XXX
Sie steht vor dem trüben Spiegel im Motelzimmer. Betrachtet ihr Gesicht. Bleckt die Zähne. Dann zupft sie an ihrem Pullover herum.
„Du bist an der Schulter verletzt“, sage ich, bin der Meinung, sie untersucht sich auf Verletzungen.
Doch sie sagt: „Das macht nichts. Wunden heilen schnell bei mir.“
Sie findet ein Loch im Pullover. „Verdammt, der ist hin“, flucht sie. Sie ist ein Kind, ein Teenager. Sie sollte Cheerleaderin sein oder so was.
„Sie ist die Jägerin“, sagt der blonde Vampir, als habe er meine Gedanken lesen können. Er betont das letzte Wort. Müsste ich wissen, was genau er meint?
XXX
„Sie werden nicht vor Mitternacht hier sein“, sagt sie. Sie klingt erfahren. Wissend. Hält sich für den Boss.
„Ich werde mir mal die Umgebung ansehen.“ Wieder dieser Tonfall. Keinen Widerspruch duldend. Sie ist es gewohnt, zu befehlen.
„Wie sieht eigentlich dein Bruder aus?“ Ihr Tonfall hat sich verändert. Ist weicher geworden. Eigentlich ist sie ganz hübsch.
„Er ist sehr groß. Du wirst ihn schon nicht versehentlich pfählen.“ Ich grinse breit. Genau deshalb hat sie gefragt.
„Sicher ist sicher.“ Sie zieht ihre Lederjacke an. Mir ist nicht ganz klar, wie sie das meint. Was ist sie denn nun? Teenager? Jägerin? Vollidiotin?
XXX
Der Vampir blickt ihr nach. Er verzehrt sich nach ihr. Seine Augen, obwohl kalt und klar wie Gletscherwasser, scheinen zu brennen. Ob die beiden ein Paar sind? Scheint eigentlich nicht so. Aber vielleicht haben sie gerade eine Krise. Der Gedanke ist lustig.
„Was grinst du so dämlich?“, fährt mich der Vampir an. Ich will aufbrausen, bremse mich. Nicht wegen ihm. Er ist ein Großmaul, ein Angeber. Wegen ihr. Ich habe sie kämpfen sehen. Der Vampir zieht ein Zigarettenpäckchen aus der Hosentasche.
„Rauchen verboten.“ Ich grinse jetzt bewusst.
Wütend steckt er das Päckchen wieder weg.
Was sie wohl an ihm findet?
XXX
Sie wollen Rache für die getöteten Gefährten. Trotz des Kampfs gelingt es mir, sie zu beobachten. Das Kindliche ist verschwunden, sie ist nicht einmal mehr Teenager. Kämpft präzise. Kühle Überlegenheit. Und doch wirkt sie wie ein Tier, das man von der Kette gelassen hat. Ob sie besessen ist?
Dem Letzten rammt sie den Pflock ins Herz. Hält inne, wartet. Regt sich noch etwas? Dann werden ihre Gesichtszüge weich.
„Verdammt“, flucht sie, rollt mit den Augen und zupft an ihrer Hose. „Die ist auch hin!“
Ich bin mir auf einmal sicher, dass sie härter ist, als ich es jemals sein könnte.
XXX
Der Blonde wartet draußen an seiner Rostlaube und raucht. Und Sammy weiß, wann es Zeit ist, mich kurz allein zu lassen. Sie steht mir gegenüber. Ich überlege, ob ich sie zum Abschied küssen soll. Ich glaube, sie würde es sogar zulassen. Aber ich spüre eine Distanz. Sie ist die Jägerin. In ihr ist etwas Dunkles. Vielleicht geht sie deshalb gemeinsam mit einem Vampir auf die Jagd.
„Werde ich dich wiedersehen?“, frage ich dennoch.
„Oh“, erwidert sie, als hätte sie gar nicht damit gerechnet. Sie kommt näher, haucht mir einen Abschiedskuss auf die Wange. „Mach‘s gut, Dean. Passt auch euch auf.“
THE END