
Autor: Mariella
E-Mail Adresse: curly_sue016@yahoo.de
Titel: A moment of truth
Inhalt: Durch einen Zufall haben sich Buffy und Spike im Internet kennen gelernt. Im Laufe der Zeit werden ihre E – Mails immer intensiver und ehrlicher, während beide versuchten ihr Leben außerhalb des Computers zu meistern. Wie wird es mit ihrer Freundschaft weiter gehen, wenn die beiden zum ersten Mal persönlich aufeinander treffen? Wird Buffy es schaffen über ihren Schatten zu springen und Spike zu erzählen, was sie ihm verschwiegen hat?
Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Teil: 5/?
Disclaimer: Alle in dieser Story verwendeten Charaktere und Grundkonzepte sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber. Sie werden einzig und allein zu Unterhaltungszwecken genutzt. Eine Copyright-Verletzung ist weder beabsichtigt noch impliziert.
Hauptcharakter(e)/Paar(e): Buffy/Spike, Hank
Kommentar: Weiter geht es mit meiner neuen Story. Wie immer geht jeweils ein Dankeschön an Edgehead, die wieder das schöne Storypic gebastelt hat und an Schnatz, die das Beta lesen übernommen hat.

Teil 5
Als Spike am nächsten Morgen wach wurde, musste er sich erstmal orientieren, bis er verstand, in was für einem Zimmer er lag. Nachdem der Film zu Ende war, hatte Buffy ihm das Gästezimmer gezeigt, wo er schlafen konnte.
Es war zwar noch nicht spät, aber im Gegensatz zu ihm, musste die Blondine am frühen Morgen zur Arbeit. Langsam stand der junge Mann auf und verließ das Zimmer. In der Küche fand er eine Notiz, die Buffy ihm hinterlassen hatte.
Auf dieser teilte sie ihm mit, dass er sich aus dem Kühlschrank nehmen könnte, was er wollte und dass sie versuchen würde, etwas früher nach Hause zu kommen.
Hunger hatte Spike zwar keinen, aber eine Tasse Kaffee konnte er schon gebrauchen. Während er diesen trank, sah er sich etwas in der Wohnung um. Natürlich nur oberflächlich, ihm selbst würde es auch nicht gefallen, wenn jemand seine Schränke durchsuchen würde.
Besonders ein Foto hatte es dem jungen Mann angetan. Es musste schon etwas älter sein, er würde seine Freundin auf fünfzehn Jahre schätzen. Es war nicht zu übersehen, dass sie gerne lachte. Genauso hatte er sich ein typisches kalifornisches Mädchen immer vorgestellt.
Das rothaarige Mädchen und der Junge mussten Willow und Xander sein. Von den zweien hatte Spike schon einiges gehört, schließlich waren sie die besten Freunde von Buffy. Er ging auf jeden Fall davon aus, dass die beiden das waren.
Ansonsten war die Wohnung zwar klein, aber gemütlich eingerichtet. Um sich mit etwas zu beschäftigen setzte sich der Platinblonde auf den Balkon und zündete sich erstmal eine Zigarette an.
Ihm war natürlich klar, dass Buffy wegen ihm nicht ihren Job vernachlässigen konnte, aber trotzdem hoffte er, dass sie es schaffte, früher nach Hause zu kommen.
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„Dad, hast du einen Moment Zeit für mich?“ wollte Buffy wissen, als sie das Büro ihres Vaters betrat.
„Für dich habe ich immer Zeit, Schatz. Setz dich doch.“
Die Blondine kam dieser Aufforderung nach und nahm vor dem Schreibtisch ihres Vaters Platz.
„Ich weiß, dass kommt jetzt etwas plötzlich, aber meinst du, ich könnte ab heute oder morgen eine Woche oder so frei bekommen?“
„Wieso auf einmal?“, wollte Hank statt einer Antwort wissen.
„Ich bin bis jetzt davon ausgegangen, dass du im September deinen Urlaub nehmen wolltest.“
„Das hatte ich auch so geplant. Du weißt doch, dass Willow, Tara, Anya und ich vor hatten ein paar Tage in New York zu verbringen. Das hatten wir schon lange vor.“
„Was hat sich geändert?“, erkundigte sich der ältere Mann, der jetzt neugierig geworden war, worauf seine Tochter hinauswollte.
Normalerweise redete sie nicht so lange um den heißen Brei herum. Es sei denn sie hätte was angestellt und aus dem Alter war sie eigentlich schon längst raus.
Die junge Frau hatte ein Stift vom Schreibtisch genommen und spielte vor Nervosität damit.
„Ein Freund von mir ist spontan zu Besuch gekommen. Er hat mich damit ziemlich überrascht, mehr als überrascht. Deshalb sollte ich vielleicht ein paar Tage frei haben.“
„Mmm“, meinte Hank, während er seine Tochter prüfend ansah.
„Du hörst dich gar nicht begeistert an. Magst du diesen Freund nicht?“
„Das ist es nicht. Ich denke schon, dass er ganz in Ordnung ist. Es ist nur, weil ich ihn angelogen habe.“
„Wieso?“, wollte der ältere Mann wissen.
Worüber sie nicht die Wahrheit gesagt hatte, dass konnte er sich auch ohne eine Nachfrage denken.
„Weil es mir einfach wie die leichteste Lösung vorgekommen ist. Wir hatten bis auf weiteres nicht vor, uns persönlich zu treffen. Also habe ich mir gedacht, ich muss noch nicht über den Autounfall und die Folgen reden“, antwortete Buffy.
„Ich gehe davon aus, dass du über den jungen Mann sprichst, mit dem du nur über den Computer kommunizierst. Es ist ja nicht zu spät, du könntest es ihm immer noch sagen“, schlug Hank vor. „Das ist natürlich nicht leicht, aber auf Dauer sicher angenehmer, als ständig lügen zu müssen.“
„Ich will nicht feige sein, aber ich habe etwas Angst, wie Spike reagieren wird. Ich wünschte, ich hätte Zeit gehabt, mich etwas auf dieses Treffen vorzubereiten.
Nachdem seine Tochter ihren Satz beendet hatte, stand der ältere Mann auf und kniete sich vor die Blondine auf den Boden.
„Das kannst du jetzt leider nicht mehr ändern, Kleines“, erläuterte Hank, während er ihre Hand vorsichtig in seine nahm.
„Du solltest jetzt deinen Freund nicht länger warten lassen. Ich gebe dir die nächste Woche ab morgen frei. Aber es könnte sein, dass ich dich anrufe, wenn ich einen wichtigen Auftrag habe und den niemand anderen geben will, in Ordnung?“
Buffy nickte schließlich, wenn auch etwas zögerlich. Dafür legte sie spontan ihre Arme um ihren Vater und umarmte diesen.
„Ich hab dich lieb, Dad.“
„Ich liebe dich auch“, erwiderte Hank diese Geste.
„Und jetzt gehe schon nach Hause, bevor ich es mir anders überlege. Du weißt, falls was ist, kannst du mich jederzeit anrufen.“
„Das weiß ich, Dad. Und danke für alles.“
Die zwei verabschiedeten sich noch herzlich, ehe Buffy das Büro verließ und sich auf den Weg nach Hause machte.
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Spike wurde aus seinen Gedanken gerissen, als Buffy in der Küche eine Tüte auf die Anrichte stellte. Er hatte ihre Rückkehr gar nicht mitbekommen und wollte aufstehen, um zu ihr zu gehen, als diese ihm zuvor kam und den Balkon betrat.
„Hallo“, begrüßte die Blondine ihren Freund.
„Ich habe uns was zu essen mitgebracht.“
Sie hielt dem jungen Mann einen kleinen Karton mit etwas Reis, Hähnchenfleisch und einer süß-sauer Soße hin.
„Das wäre aber nicht nötig gewesen“, meinte Spike, während er den Karton öffnete.
„Mein Vater würde mir was erzählen, wenn ich einen Gast hungern lassen würde. Ich habe übrigens ein paar Tage frei bekommen. Willst du was Bestimmtes machen?“
„Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Du könntest mir vielleicht die Stadt zeigen“, antwortete der platinblonde Mann.
„Das können wir nach dem Essen machen“, erklärte sich Buffy einverstanden.
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„Ist dir in dem Pullover nicht zu warm?“, erkundigte sich Spike, bevor sie die Wohnung verlassen wollten. „Es ist doch warm draußen.“
Die Blondine schüttelte nachdrücklich den Kopf.
„Mir ist nicht warm“, antwortete sie kurz.
„Meinetwegen können wir dann auch los.“
Nach einem Zwischenstopp an Buffys alter High School und dem College machten die beiden jungen Leute eine Pause in einem Cafe.
„Es gibt hier nicht besonders viel zu sehen, falls du mehr erwartet hast“, meinte die blonde Frau, nachdem sie ein paar Löffel von ihrem Eis gegessen hatte.
„Mehr erwartet habe ich nicht“, erwiderte der Platinblonde.
„Du hast mir schon soviel von Sunnydale erzählt, dass ich schon fast das Gefühl habe, schon vorher selbst mal hier gewesen zu sein.“
Vielleicht täuschte sich der junge Mann auch, aber irgendwie hatte er das Gefühl, etwas nicht mitbekommen zu haben. Natürlich hatte er nicht erwartetet, dass Buffy schnell darüber hinwegsehen würde, dass er gegen ihren Willen aufgetaucht war.
Aber das erklärte seiner Meinung nach nicht diese Zurückhaltung mit der sie ihm begegnete. Etwas, womit Spike nicht gerechnet hatte.
„Möchtest du, dass ich wieder fahre?“, wollte er plötzlich wissen.
„Es ist nicht fair, dass du mir diese Frage stellst“, versuchte die Blondine sich um eine Antwort zu drücken.
„Das ist es sicher nicht, aber ich möchte einfach wissen, woran ich bin, verstehst du?“
Bevor Buffy darauf was erwidern konnte, fiel ihr Blick auf eine weitere Person, die an einem Tisch am anderen Ende des Raumes saß.
Großartig, dachte die blonde Frau. Ihr Exfreund hat ihr in dieser Situation gerade noch gefehlt.
„Wer ist das?“, wollte Spike wissen, der ihrem Blick gefolgt war, als keine Reaktion von ihr kam.
„Das ist Riley“, erklärte die junge Frau und versuchte ihre Stimme so normal wie möglich klingen zu lassen.
„Mir wäre es lieber, wenn wir jetzt gehen würden.“
„Sicher“, antwortete der platinblonde Mann.
Zu ihrem Glück konnten die zwei das Cafe verlassen, ohne das Riley davon etwas mitbekam.
„Danke“, meinte Buffy, nachdem sie wieder auf der Straße standen.
„Ich versuche es immer zu vermeiden, direkt mit ihm zu tun zu haben.“
„Das kann ich verstehen“, stimmte Spike ihr zu.
„Ich lege auch keinen Wert darauf Drusilla über den Weg zu laufen. Das ist auch ein Grund, warum ich es zu Hause nicht mehr ausgehalten habe.“
„Ich verstehe das, Spike, wirklich. Auch wenn ich das nicht so gezeigt habe, wie du es gerne gehabt hättest, “ entgegnete Buffy.
„Lass uns noch ein Stück laufen“, schlug Spike vor, ehe er das Gespräch fortsetzte.
„Mir war und ist auch noch klar, dass ein persönliches Aufeinandertreffen um einiges schwieriger ist, als nur den Kontakt über den Computer. Es fühlt sich so an, als müssten wir uns nochmal kennenlernen, auch wenn wir schon soviel voneinander wissen.
Ich weiß nicht, wie du dazu stehst, aber ich möchte das. Dich jetzt auch persönlich richtig kennenlernen.“
Auf gewisse Weise war es schon fast komisch, auch wenn es kein einfaches Gespräch war, so lenkte ihm das wenigstens davon ab, an seine Mutter denken zu müssen.
„Das möchte ich auch“, stimmte die Blondine ihm zu ihrer eigenen Überraschung zu.
Gelogen war das auch nicht, sie wollte ihn kennenlernen. Auch wenn sie mit dieser Entscheidung noch immer vor dem Problem stand, ihm die ganze Wahrheit zu sagen.
Es war Spike anzusehen, dass er sich über dies Aussage freute.
„Zeigst du mir wo du arbeitest?“, wollte Spike wissen.
„Natürlich“, antwortete Buffy und blickte sich um.
„Aber dazu müssen wir wieder zurückgehen. Alles andere wäre ein großer Umweg.“
Und so drehten sich die beiden jungen Menschen um und machten sich auf den Weg zu der Firma von Buffys Vater.
TBC?
@Thayet: Hey Süße, danke für dein Kommi. Darüber hab ich mich wieder sehr gefreut. Vermutlich hast du Recht, von sich selbst hätte Buffy einem Treffen sicher nicht so einfach zugestimmt. Drusilla ist jetzt auf jeden Fall aus dem Rennen und wird auch nicht wieder kommen. Ich hoffe, dir gefällt dieser Teil auch. HDL, Betty
@SarahBuffyEmilyBones: Hallo, auch dir danke ich für deinen Kommentar. Wie ich schon bei Thayet geschrieben habe, Dru wird auch nicht wieder auftauchen. Viel Spaß beim lesen. LG, Mariella
@Lilli: Danke für dein Kommi. Schön, dass dir diese Story gefällt. Was es mit Buffys Narben auf sich hat, wird im Laufe der Story noch geklärt werden. Hoffentlich gefällt dir dieser Teil auch. LG, Mariella
@fallenAngel: Hey, auch dir danke für den Kommi. Gut, dass du noch mal nachgeguckt hast, ob du schon einen geschrieben hast. Freut mich, dass sowohl Buffys als auch Spikes Verhalten gut rüber gekommen ist. Es wird zwar etwas dauern, bis sich die beiden daran gewöhnt haben, auch in echt miteinander zu tun zu haben, aber ich denke, dass das normal ist. LG, Mariella