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 Red-Sydney: Das Dunkle Reich - Teil 15
Geschrieben von Red-Sydney am Freitag, 05. März 2010 @ 19:28:00 Uhr



Autor: Red-Sydney
Titel: Das Dunkle Reich
Inhalt: Vor zwanzig Jahren gelang es Snape zusammen mit Remus’ Hilfe, die Potters vor Voldemort zu retten und in Sicherheit zu bringen. Doch die Rettungsaktion hatte fatale Folgen: Obwohl der Dunkle Lord weiterhin die Erfüllung der Prophezeiung fürchtete, schaffte Er es, Seine Herrschaft auszubauen und die Welt ins Chaos zu stürzen. Fünfzehn Jahre später zerstörte Albus Dumbledore gemeinsam mit Harry den letzten Horkrux, wurde dabei jedoch getötet. Als Snape, der immer noch seinen Herrn für Dumbledores Widerstandsgruppe ausspionierte, Voldemort daraufhin ermordete, nahm Lucius Malfoy den Platz des Dunklen Lords ein. Trotz des Misstrauens anderer Todesser setzte er Snape als einen seiner Berater ein. Dieser nutzt seither seine neue Stellung, um die verbliebenen Mitglieder des Ordens des Phönix zu schützen. Bis ein unvorhergesehenes Ereignis alles über den Haufen wirft, als der Kronregent Draco Malfoy zum ersten Mal auf die Widerstandskämpferin Hermine Granger trifft...
Altersfreigabe: ab 18 Jahren
Teil: 15/?
Disclaimer: Alle in dieser Story verwendeten Charaktere und Grundkonzepte sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber. Sie werden einzig und allein zu Unterhaltungszwecken genutzt. Eine Copyright-Verletzung ist weder beabsichtigt noch impliziert.
Hauptcharakter(e)/Paar(e):
Hermine/Draco, Lucius/Narzissa, Severus Snape, Remus Lupin




 

 

Vierzehntes Zwischenkapitel

 

Es fällt mir immer noch ein bisschen schwer, mich diesem Buch anzuvertrauen. Selbst Ron und Neville haben inzwischen keine Probleme mehr damit. Aber ich weiß nie genau, was ich schreiben und wie ich es ausdrücken soll.

 

Das Erste, was ich in meinem Leben kennen gelernt habe, war es, immer auf der Flucht zu sein und sich zu verstecken. Es gab da diese Prophezeiung, dass entweder Neville oder ich vom Dunklen Lord gezeichnet werden und Ihn dann vernichten. Voldemort war von Anfang an der festen Überzeugung, dass ich der Auserwählte wäre, wahrscheinlich weil mein Vater Ihn offensiver bekämpft hat als die Longbottoms. Daher hat Er uns verfolgt, nachdem meine Eltern es vor zwanzig Jahren geschafft haben, Ihm mit knapper Not zu entkommen. Wie weiß ich nicht, ich war damals erst ein Jahr alt. Aber ich habe von Dumbledore gehört, sie hätten erst in letzter Minute erfahren, dass Er sie in ihrem Versteck aufgespürt hatte.

 

Seit dieser Nacht blieben wir jahrelang nie länger als ein paar Monate an einem Ort. Wir haben sicher das ganze Reich bereist und sind sogar über dessen Grenzen hinaus in andere Länder geflohen. Doch daran kann ich mich kaum erinnern. Ich weiß nur noch, dass wir eine Zeitlang zusammen mit den Weasleys in einer großen, abgelegenen Höhle gelebt haben.
Diese Umstände änderten sich, als der Orden sein riesiges Hauptquartier unterhalb Londons einrichtete. Dorthin konnten wir uns dank der fortschrittlichen Sicherheitsvorkehrungen zurückziehen, ohne fürchten zu müssen, entdeckt zu werden. Mein Vater erklärte mir einmal, dass er noch nie so froh gewesen sei, ein Muggelfreund zu sein. Denn die ursprünglichen Räume des Hauptquartiers gehörten früher einmal dem Geheimdienst der britischen Muggel. Einer ihrer Leiter, der mit Dumbledore befreundet war, hat sie diesem überlassen, als Er begann, den SIS systematisch auszuschalten, um Seine eigene Geheimpolizei aufzubauen.

 

Bis meine Eltern starben, wohnten wir alle dort unten. Hier wurden wir auch unterrichtet, lernten, wie wir uns wirkungsvoll verteidigen und wie wir uns gegen Ihn und Seine Gefolgsleute schützen konnten.
Und hier erfuhr ich auch das erste Mal von Dumbledore, dass er mich ebenfalls für den Auserwählten hielt und mich bei der Suche nach den Horkruxen dabei haben wollte.
Ich erinnere mich noch, dass meine Mutter sich weigerte, seine Meinung anzuerkennen. Sie war dagegen, dass ich ihnen half. Sie hielt es für zu riskant. Zuerst hörte Dumbledore auf sie, beugte sich ihrem Willen. Doch dann wurden sie und mein Vater getötet und ab diesem Zeitpunkt war es meine Entscheidung.

 

Ich gebe zu, dass ich sie rächen wollte. Ich habe Dumbledore geholfen, um Ihn zu vernichten für das, was Er meinen Eltern angetan hatte. Es lief alles so gut. Wir kamen gut voran.
Viel zu gut. Dieser eine Fluch hat Dumbledore das Leben gekostet. Er hat sich geopfert, um mich zu retten. Damit ich nicht von dem Fluch getroffen und getötet wurde. Ich habe ihn sterben sehen. Ich konnte ihm nicht helfen. Er ist in meinen Armen gestorben und ich musste seine Leiche zurückbringen. Das war ich ihm schuldig. Aber er hat nie erfahren, dass nicht ich es war, der Voldemort am Ende vernichtet hat.

 

Ich weiß, dass viele hier denken, Sein Mörder wäre nur ein verdammt cleverer Todesser gewesen, der mit seiner Tat an die Macht kommen wollte. Sie tun es ab als den berühmten Tropfen auf dem heißen Stein, als etwas, das sowieso nichts genutzt hat.
Doch ich wünschte, dass Hermine Recht hat und es diesen mysteriösen Spion wirklich gibt. Selbst wenn das Leben unter Lucius Malfoys Herrschaft nicht besser ist als zu Zeiten des Dunklen Lords, kann ich wenigstens die Hoffnung hegen, dass Dumbledore nicht umsonst gestorben ist. Denn dann gibt es noch jemanden, der uns helfen kann, alles zu verändern.

 

Harry Potter

 

Kapitel 15: Erklärungen

Als sein Gast das Ankleidezimmer betrat, wusste Snape, dass er verloren hatte. Nun würde er Hermine nicht mehr davon überzeugen können, dass er nicht der Spion des Ordens war. Er erkannte es an der Art, wie sie die Fremde ansah. Er wusste sofort, was sie dachte. Und selbst wenn er ihr beweisen konnte, dass dies nicht Lily Potter war, würde sie sich trotzdem nicht von ihrer Gewissheit abbringen lassen. Falls sie nicht sowieso schon herausgefunden hatte, warum er Voldemort getötet hatte. Eigentlich war es dem Aussehen der unbekannten Frau nach zu urteilen gar nicht so schwer, den wahren Grund zu erraten.
Er atmete tief durch. Er durfte jetzt nicht überreagieren, sonst verriet er sich noch. Sie wusste bestimmt nicht genug, um ihn überführen zu können. Womöglich war ihre Anschuldigung eine reine Vermutung oder ein Ablenkungsmanöver, um ihn davon abzubringen, sie zu töten. Er geriet nur in Panik, weil er seit Jahren jeden Tag damit rechnete, diese Worte zu hören: Dass er aufgeflogen, dass herausgekommen war, was er getan hatte.

Inzwischen versuchte der ungewollte Neuankömmling, fruchtlose Konversation zu betreiben. „Mrs. Potter, erinnern Sie sich etwa nicht an mich? Ich bin’s, Hermine, die beste Freundin Ihres Sohnes Harry.“
Die Fremde, nach deren Namen er unhöflicher Klotz sich bisher noch nicht einmal erkundigt hatte, starrte ihn hilflos an. „Ich habe einen Sohn?“
Energisch schritt er ein, bevor das Ganze noch in einer Katastrophe endete. „Ich weiß nicht, wen Sie glauben, vor sich zu haben, Ms. Weasley, aber diese Frau ist nachweißlich eine Reinblüterin. Wenn Sie jetzt bitte mitkommen würden...“ Er packte sie an der Schulter und zerrte sie mit sich an seinem Gast vorbei in den nächsten Raum. Um zu verhindern, dass die Rothaarige ihnen folgte, schlug er ihr eilig die Tür vor der Nase zu und schleifte Hermine hastig weiter durch den Flur zu seinem Arbeitszimmer. Er verschloss es augenblicklich, damit sie ungestört reden konnten.

Dem weiblichen Eindringling gelang es, sich aus seinem Griff zu befreien, und Abstand zwischen sich und ihn zu bringen. Ihr panischer Gesichtsausdruck ließ ihn genervt aufstöhnen. Und dann begann sie auch noch, ihm Dinge zu unterstellen, die überhaupt nicht der Wahrheit entsprachen. „Sie haben sie versteckt, oder? All die Jahre. Was haben Sie jetzt mit mir vor? Mich mundtot zu machen?“
Sie hatte es also immer noch nicht begriffen. „Diese Frau da draußen ist nicht Lily Potter. Das hat der Bluttest eindeutig ergeben. Sie wurde entführt, wahrscheinlich als Kind, und dann als Sklavin verkauft. Gestern Nacht haben wir den Wagen aufgehalten, der sie nach Norden bringen sollte. Da unklar ist, woher sie stammt, steht sie hier unter Beobachtung.“
Eigentlich hatte er geglaubt, so unbeteiligt wie möglich gesprochen zu haben. Doch irgendetwas musste sie stutzig gemacht haben. „Ich hatte Recht. Sie sind wirklich der Spion. Immerhin haben Sie diese Frau bei sich aufgenommen. Sie hätten sie auch in ein Asylantenheim schicken können. Und Sie haben mich vor Draco gerettet und mich gehen lassen, obwohl der Princeps bestimmt die Tochter der Blutsverräter, zu der sich sein Sohn hingezogen fühlt, gerne näher befragt hätte.“

Sie sah sehr überzeugt aus. So überzeugt, dass er es leid wurde, irgendetwas zu leugnen. Allmählich hatte er sowieso das Gefühl, dass er gegen ihre Hartnäckigkeit nicht angehen konnte. „Und wenn? Was ist, wenn ich es wirklich bin? Ja, ich arbeite für den Orden. Und ja, ich habe den Dunklen Lord umgebracht.“ Drohend trat er näher an sich heran. Tief im Inneren war er jedoch nur froh, dass sein Haus nicht abgehört wurde und trotzdem zur Sicherheit über genügend Störsender verfügte. „Und ja, ich schütze dieses Geheimnis seit zwanzig Jahren und würde alles dafür tun, um zu verhindern, dass die falschen Leute davon erfahren.“
Augenblicklich wurde sie bleich. „Was haben Sie jetzt mit mir vor?“
Er musste gestehen, dass er es genoss, dieses vorlaute Früchtchen vor Angst zittern zu sehen. „Das was ich mit allen mache, die hinter mein Doppelleben kommen.“ Betont langsam zog er seinen Zauberstab und schnappte sich urplötzlich ihr Handgelenk. Sie versuchte sich zu befreien, doch die Spitze seines Zauberstabs an ihrer Kehle ließ sie erstarren.

Er gönnte sich einen Moment des Triumphs, bevor er sie erlöste. „Ich verpflichte sie dazu, einen Unbrechbaren Schwur zu leisten, dass sie mich nicht verraten werden.“
Sie atmete sichtlich erleichtert auf. Er erwartete schon, dass sie zurückzuckte, wenn sie erkannte, was er eigentlich von ihr verlangte. Aber das tat sie nicht. Stattdessen runzelte sie auf einmal skeptisch die Stirn. „Brauchen wir dazu nicht noch jemanden Drittes?“ Sie klang wild entschlossen, als würde sie den Schwur am liebsten auf der Stelle durchführen. Entweder war sie so dumm, dass sie nicht wusste, was auf sie zukam. Oder sie war unglaublich mutig. Was sich beides nicht unbedingt gegenseitig ausschloss.
Vielleicht tat sie auch nur so mutig, weil sie wusste, dass sie keine andere Wahl hatte.

Snape gab sich gelassen. „Oh, das dürfte kein Problem sein.“ Er ließ sie los und schnippte kurz mit den Fingern. Wenige Sekunden später apparierte ein hochgewachsener, blonder, junger Mann in das Büro. Er vertraute John, seit er ihn vor der Hinrichtung durch Lucius gerettet und an sich gebunden hatte. Zuerst war dieser lediglich ein nützlicher Informant für ihn gewesen. Doch dann hatte er sich als äußerst fähig erwiesen, kleinere Botengänge auszuführen und Dinge zu erledigen, für die Severus einen zweiten Mann brauchte.
Hermine wirkte vollkommen überrumpelt. Und misstrauisch. „Wer ist das?“
„Derjenige, der den Schwur besiegeln wird.“
Sie blickte argwöhnisch zu John hinüber. Konnte es sein, dass ihr jetzt erst klar wurde, was seine Forderung ihr abverlangen würde?
Ohne weiter über ihre eventuellen Bedenken nachzugrübeln, verstaute er seinen Zauberstab in seiner Kleidung und ergriff ihren rechten Arm.

Gemeinsam knieten sie sich voreinander auf den Fußboden.
John wusste bereits, was von ihm erwartet wurde. Er hatte bisher schon einigen Unbrechbaren Schwüren beigewohnt, einschließlich demjenigen, den er gegenüber Severus hatte ablegen müssen. Er zögerte keine Sekunde und zog seinen Zauberstab, um mit dessen Spitze ihre Hände zu berühren.
Er ließ Hermine einmal tief durchatmen, bevor er begann. „Werden Sie meine geheime Identität als Spion des Ordens für sich behalten und weder mündlich noch schriftlich an andere verraten, egal wer diese sein mögen?“
„Das werde ich.“ Ihre Worte schossen aus ihr heraus, als könne sie es kaum erwarten, seine Bedingung zu akzeptieren.
Doch das war erst der leichte Teil gewesen. „Werden Sie mein Geheimnis mit Ihrem Leben schützen und eher sterben, als es zu offenbaren?“
Sie zuckte leicht zusammen, aber sie blieb tapfer. „Ja, das werde ich.“, erklärte sie bestimmt.
„Und werden Sie alles Erdenkliche tun, einschließlich aller illegaler Handlungen bis hin zum Mord, um zu verhindern, dass man Ihnen das Geheimnis auf mündliche, schriftliche oder mentale Art und Weise durch Versprechungen, Folter oder Legilimentik entlockt?“

Sie zögerte. Und zwar fast eine ganze Minute lang. Er wusste nicht, was genau ihr Problem war, doch er vermutete, dass ihre Okklumentikkünste nicht die besten waren. Wenn er gewollt hätte, hätte er sicherlich sofort herausfinden können, was gerade in ihrem Kopf vorging.
Plötzlich wurde ihre Miene ausdruckslos und mit fester, emotionsloser Stimme sagte sie: „Ja, das werde ich.“ Dann warf sie einen Blick hinab auf die Spitze von Johns Zauberstab.
Bei jeder ihrer Antworten hatte sich eine rote Flamme wie glühender Draht um ihre verschränkten Hände geschlossen. Dieses magische Band leuchtete ungewöhnlich hell auf, wie eine dünne, aber machtvolle und undurchdringliche Fessel. Hermine zog ihre Hand nicht zurück, wagte es sogar, ihrem Gegenüber fest in die Augen zu sehen.
Erst nachdem die Flammen verblasst und schließlich völlig verschwunden waren, ließen sie sich los. Sie war die Erste, die wieder auf ihren Füßen stand. Aber sie wirkte zu überfordert von der ganzen Situation, als dass es ihm etwas ausgemacht hätte, noch halb vor ihr zu knien.

Langsam, ihre Fassungslosigkeit auskostend, erhob er sich. „Das war Ihr erster Schwur, richtig? Das sollten Sie feiern.“ Um jede unerwünschte Reaktion auszuschließen, fügte er kalt hinzu: „Bei Ihnen zuhause.“
Sie blickte erstaunt zu ihm auf. „Wie haben Sie Ihn getötet? Und wie konnten Sie das vertuschen? Weshalb sind Sie ein Spion für den Orden geworden?“
Er verdrehte genervt die Augen und gab John ein unauffälliges Zeichen. Über dessen Lippen huschte ein schwaches Lächeln, bevor er disapparierte.
All das schien sein ungewollter Gast nicht zu bemerken. Aus ihrem Mund sprudelte eine Frage nach der anderen. „Weiß Remus Lupin von Ihnen? Wusste Dumbledore davon? Und welchen Plan haben Sie bezüglich Lucius Malfoy? Wollen Sie seine Herrschaft nur unterwandern oder warten Sie auf den richtigen Zeitpunkt, ihn zu töten? Was -?“

Allmählich wurde sie wirklich lästig. Grob packte er sie an der Schulter, öffnete die Tür und stieß sie in den Flur hinaus. „Das ist hier kein Kaffeekränzchen. Ich habe Wichtigeres zu tun. Würden Sie jetzt bitte gehen oder soll ich Sie vielleicht der Reichspolizei ausliefern? Draco Malfoy würde sich sicher freuen.“
Sie presste ihre Lippen zu einem schmalen Strich zusammen und musterte ihn unverhohlen feindselig. Aber sie erwiderte nichts. Stattdessen wandte sie sich plötzlich abrupt ab und stürmte davon. „Danke, ich finde selbst hinaus.“, rief sie ihm mit patzigem Unterton in der Stimme zu und verschwand aus seinem Blickfeld.

~ * ~ * ~

Betont gelassen starrte Draco auf seinen Teller, während er aß. Er versuchte zu überspielen, dass er in diesem Moment am liebsten ganz woanders gewesen wäre. Die Gesellschaft seiner Mutter war ihm unter normalen Umständen nicht unangenehm. Doch sie hatte so drängend auf diesem gemeinsamen Abendessen bestanden, dass sie wahrscheinlich etwas Wichtiges mit ihm besprechen wollte. Und solche wichtigen Dinge betrafen meist seine Gefühle oder andere Themen, über die er garantiert nicht mit ihr reden wollte.
Seine Ahnung bestätigte sich nur wenige Minuten später. „Wer ist Hermine?“
Er verschluckte sich fast an dem Stück Roastbeef in seinem Mund, als sie ihm diese Frage stellte. Woher wusste sie davon? „Wer?“, brachte er mühsam hervor.
Narzissa sah ihn ruhig an. „Du hast von ihr geträumt. Immer wieder in letzter Zeit. Wenn ich an deinem Zimmer vorbeiging, nachts wenn du schliefst, habe ich gehört, wie du ihren Namen geflüstert hast. So wie heute auch. Du hast zu ihr gesagt, du wärst nicht wie dein Vater.“

Verdammt, nun wurde ihm einiges klar. Diese Hand, die ihm über die Haare gestreichelt, die sich so vertraut und real angefühlt hatte, das war kein Traum gewesen. Seine Mutter hatte es getan. „Du überwachst meinen Schlaf? Wie alt bin ich? Acht?“
Sie zuckte kurz getroffen zusammen und er verfluchte sich im Stillen. Er hatte nicht sie nicht verletzen, hatte nicht dermaßen kalt klingen wollen. So wie sein Vater.
Er räusperte sich und senkte verlegen den Kopf. „Tut mir Leid. Ich wollte nur -.“
„Du schämst dich dafür, dass ich dahinter gekommen bin, oder?“, unterbrach sie ihn und ihre Augen drückten mitfühlende Verständnis aus. Eine der Seiten an ihr, die sie früher äußerst selten offen gezeigt hatte. Aber der Alkohol hatte alles verändert. Er wusste nicht, ob er diese eine Veränderung begrüßen oder bereuen sollte.
„Vielleicht.“, gestand er leise.
Sie nickte und ihre Miene wurde ausdruckslos. „Bedeutet sie dir so viel oder so wenig?“

Das war eine verdammt gute Frage. Und er hatte keine Antwort darauf. Oder wollte er keine haben? „Ich habe keine Ahnung.“
Seine Mutter musterte ihn daraufhin durchdringend. „Du hast dich vor ihr gerechtfertigt. Wegen deines Vaters.“ Da war ein lauernder Unterton in ihrer Stimme, als wolle sie unbedingt mehr herausfinden, weil sie insgeheim eine gewisse Befürchtung hegte.
Er wusste nicht, weshalb, aber er sah sich genötigt, Weasley zu verteidigen. „Sie hält mich für arrogant und selbstverliebt. Und für manipulativ.“
Mit kühlem Blick hob sie die Augenbrauen, so wie es Lucius sehr häufig tat. „Und dafür machst du deinen Vater verantwortlich?“
Ja, verflucht, er machte seinen Erzeuger verantwortlich. Und zwar für alles! Dafür dass Hermine ihn so abweisend behandelte, dafür dass er geglaubt hatte, sie durch Macht und Geld beeindrucken zu können, und dafür dass er ihr immer noch nicht vertrauen konnte, obwohl er es wollte. „Wen sonst? Sie kennt mich doch gar nicht richtig. Und wie würdest du jemanden beschreiben, dem zu Lebzeiten eine riesige Statue auf dem Trafalgar Square errichtet wurde? Und der sich ständig in allen Zeitungen in den Mittelpunkt drängen muss?“

Sie ließ sich Zeit für ihre Antwort. Minutenlang. Danach tat sie das, was sie immer tat: Sie verteidigte Lucius. „So riesig ist diese Statue doch gar nicht. Besonders nicht im Vergleich zu denen des Dunklen Lords. Und hast du schon mal an die Möglichkeit gedacht, dass diese junge Frau eine heimliche Gegnerin der Regierung ist? Dass du dich vor ihr in Acht nehmen solltest, wenn sie dir so ablehnend gegenübersteht?“
Verdammt, natürlich hatte er schon daran gedacht! Er tat in letzter Zeit fast nichts anderes. Aber konnte sie nicht einmal die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass sein Vater ein manipulatives Arschloch war, das bisher jede seiner festen Beziehungen zerstört hatte? Narzissa hatte Pansy selbst noch als Schlampe beschimpft, nachdem sich herausgestellt hatte, dass diese keine gewesen war. Und das nur weil Lucius seine Meinung beibehalten hatte.
Sein Zorn ließ ihn aufspringen und laut werden. „Ja, du hast Recht. Mein Vater ist ein Heiliger, der über jeden Zweifel erhaben ist. Aber weißt du was? Sie hat mir das Leben gerettet. Das hätte er niemals getan!“ Bevor er ihr noch weitere Dinge an den Kopf warf, stürmte er aufgebracht aus dem Raum.
Dabei bemerkte er aus den Augenwinkeln, wie sie geschockt ihre feingliedrige, weiße Hand vor den Mund schlug.

~ * ~ * ~

Snape seufzte frustriert auf. Er stand erneut vor ihrer Tür und fragte sich, ob er sie stören sollte. Nachdem diese Möchtegern-Einbrecherin gegangen war, hatte sein Gast darum gebeten, allein sein zu dürfen. Sie hatte es auf so unterwürfige Weise getan, dass er sie am liebsten geschüttelt hätte. Aber auf keinen Fall hätte er es ihr abschlagen können.
Doch die letzten Stunden fragte er sich ununterbrochen, was gerade in ihrem Kopf vorging.
Wenn diese Hermine nicht gekommen und sie vollkommen verwirrt hätte, hätte sie sich nicht in ihrem Zimmer eingeschlossen.
Was tat er hier nur? Er gab gegenüber Lucius Malfoy vor, ein Geheimnis aufdecken zu wollen, das gar nicht existierte. Und in Wahrheit stellte er sich immer wieder dieselbe Frage, die auch Ms. Weasley gestellt hatte: Ob es eine Möglichkeit gab, dass diese Fremde in seinem Haus vielleicht trotz aller gegenteiliger Beweise Lily Potter sein konnte. Dass sie auf eine völlig widersinnige Art und Weise überlebt hatte.

Allmählich zerrte diese Warterei an seinen Nerven. Er musste wissen, was sie beschäftigte. Es konnte doch sein, dass ihre Erinnerungen zurückgekommen waren und -.
Er klopfte eilig, bevor seine Phantasie noch Purzelbäume schlug und ihm Hoffnungen machte, welche die Realität auf keinen Fall erfüllen konnte.
Er hörte, wie sie zur Tür trippelte, sie aufschloss und hastig wohl dorthin zurückkehrte, wo sie die letzten Stunden verbracht hatte. Er wartete, bis ihre Schritte verklungen waren, und betrat dann den Raum. Zu seiner Erleichterung hatte sie inzwischen das Bett für sich entdeckt und saß nicht auf dem Fußboden.
Sie wirkte, als hätte er vor, sie zu verprügeln, weil sie etwas Verbotenes getan hatte. Wie konnte er immer noch glauben, dass sie Lily sein konnte? „Was habt Ihr?“
Snape ermahnte sich, ruhig zu bleiben. Wer wusste schon, was sie bei ihrem früheren Herrn alles hatte erleiden müssen? „Willst du etwas zu Abend essen?“

Ihre Reaktion verriet, dass sie seinen Vorwand sofort durchschaute. Sie senkte demütig den Kopf. „Ich wollte Euch nicht kränken und vor dem Essen mit Euch flüchten. Aber diese junge Frau... was sie zu mir gesagt hat...“ Sie holte tief Luft. „Wie sie mich angesehen hat... so habt Ihr mich auch angesehen, in dieser Nacht. Als würdet Ihr mich irgendwoher kennen.“
Bei ihren Worten lief ihm ein eiskalter Schauer den Rücken hinunter. Wie hatte er nur annehmen können, sie würde sich keine Gedanken über sein Verhalten machen? Seit er sie in dieser Kabine entdeckt hatte, handelte er unüberlegt wie ein kompletter Idiot.
Betont gelassen winkte er ab. „Du siehst jemandem aus meiner Vergangenheit verblüffend ähnlich. Das ist alles. Und Ms. Weasley kannte diese Person ebenfalls.“
Sie nickte verstehend. „Ihr meint diese Lily Potter.“

Diesen Namen aus ihrem Mund zu hören löste in ihm einen unerwartet heftigen Sturm der Gefühle aus. Da waren wieder die Schuldgefühle, der grenzenlose Hass auf sich selbst und der unendliche Schmerz über ihren Tod.
Überwältigt von seinen Emotionen schloss er die Augen, um sich zu sammeln. Er durfte sich all dies nicht anmerken lassen, sonst würde sein mühevoll errichteter Schutzschild unglaublich schnell in sich zusammenfallen.
Doch er hatte sich wohl einen zu langen Moment der Schwäche erlaubt. Denn es folgte eine Frage von ihrer Seite, die er schon seit längerem fürchtete. „Habt Ihr diese Frau geliebt? Habt Ihr mich deswegen hier bei Euch aufgenommen?“
Er war geschockt, unfähig, ihr zu antworten. Er konnte überhaupt nichts mehr von sich geben. In diesem Augenblick fühlte er sich so entblößt, so schutzlos, dass ihm nur noch die Flucht blieb. Daher drehte er sich um und hastete panisch aus dem Raum.

~ * ~ * ~

Draco beobachtete sie, wie sie ihre Wohnung verließ. Es war verrückt, aber ihr Anblick beruhigte ihn, ließ ihn die Auseinandersetzung mit seiner Mutter vergessen. Und das obwohl sein Verstand ihn daran erinnerte, dass Narzissa durchaus Recht haben konnte, wenn sie Hermine für gefährlich hielt.
Er wusste nicht, weshalb er ausgerechnet hierher gekommen war. Er hatte zuerst nur die äußerst lästigen Männer seines Vaters abhängen wollen, die in letzter Zeit immer zahlreicher geworden waren. Und nun stand er plötzlich vor diesem Haus, genau in dem Moment, in welchem sie aus dem Gebäude trat.
Sie war ein Fluch, ein gottverdammter Fluch! Und dennoch konnte er nicht genug von ihr bekommen und wollte ständig in ihrer Nähe sein. Als wäre er süchtig nach ihr.
Zumindest hatte sein Wutausbruch vor seiner Mutter ihm eines gelehrt: Er wollte ein klärendes Gespräch. Dieses ewige Hin und Her musste aufhören, sonst wurde er sie nie los.

Sie erkannte ihn sofort. Ihr fiel es immer leichter, seine Verkleidung zu durchschauen. „Warum kannst du mich nicht endlich in Ruhe lassen?“ Sie unterdrückte ihre Wut, doch er konnte sie in ihrem Blick entdecken.
Er konterte mit einer Gegenfrage. „Warum hast du keinen Respekt vor mir?“ Er wollte dies nicht aus verletztem Stolz heraus wissen. Er wollte endlich den Grund erfahren, wieso sie ihn von Anfang an abgelehnt hatte.
Sie verstand ihn natürlich wieder völlig falsch. Mit einem betont selbstgefälligen Gesichtsausdruck hob sie ihr Kinn. „Warum sollte ich?“
Ja, warum sollte sie? Weshalb taten es die anderen? Weil Lucius ein mächtiger Mann war, weil er der künftige Regent war und weil seine Familie über ein riesiges Vermögen verfügte. All die Schleimer hatten nur zwei Motive für ihren Respekt ihm gegenüber: Angst und Gier. Es imponierte ihm, dass sie weder zur einen noch zur anderen Kategorie zählte.

„Es tut mir Leid.“ Diese Worte sprudelten aus ihm heraus, bevor er darüber nachdenken konnte. Aber es stimmte. Es tat ihm Leid. Er war nicht besser als Lucius gewesen.
Fassungslos starrte sie ihn an. „Was?“, war alles, was sie herausbrachte.
Er räusperte sich verlegen und wich ihrem Blick aus. „Das mit der Entführung und wie das mit dem Trank gelaufen ist.“ Es kostete ihm verdammt große Überwindung, ihr das zu sagen.
Doch natürlich war ihr das nicht genug. „Das ist alles? Soll ich dir jetzt etwa vergeben und mit dir ins Bett hüpfen, nachdem ich es ja damals so sehr gewollt habe? Du hast mich entführt! Und das nur, weil du im Drogenrausch phantasiert hast, ich hätte dich mit einem Messer bedroht!“
Diese Frau machte ihn wahnsinnig. „Das ist wirklich passiert! Das war keine Halluzination. Nur warst das nicht du, sondern irgendeine Schlampe, die für meinen Vater arbeitet und sich mit Hilfe eines Vielsafttranks dein Aussehen angeeignet hat.“

Geschockt taumelte sie vor ihm zurück. Er erkannte sofort, dass sie wusste, was das bedeutete: Dass irgendjemand sie verfolgt, vermutlich sogar in ihrer Wohnung gewesen war, um an Haare von ihr zu kommen. Er konnte in diesem Moment so verflucht gut nachvollziehen, wie sie sich fühlte. Und er hasste Lucius dafür. „Na ja, wahrscheinlich hat er eine Putzfrau dein Büro durchsuchen lassen. Der Mensch verliert ja unterm Tag genug Haare am Arbeitsplatz. Man muss nur sorgfältig genug sein.“
Sie schnaubte abfällig. „Und das soll mich jetzt trösten, oder was? Du hast doch überhaupt keine Ahnung, was es bedeutet -?“
Mit einem wütendenden kurzen Schrei unterbrach er sie. Dann bemerkte er die Aufmerksamkeit der Passanten um sie herum und senkte seine Stimme. „Glaubst du, er macht vor seinem Sohn Halt? Weißt du, wie es ist, wenn du dich fragen musst, ob die Frau, die dich bedroht, deine Verlobte oder eine Mitarbeiterin deines Vaters auf Vielsafttrank ist?“

Sie keuchte entsetzt auf. „Deine Verlobte? Er hat deine Verlobte -?“
Scheiße, scheiße, scheiße! Er hatte schon wieder viel zu viel verraten. Warum hatte er nicht nachgedacht, bevor er den Mund aufgemacht hatte? Nun hatte sie vermutlich auch noch Mitleid mit ihm. „Das ist Jahre her. Ich wollte nur -.“
Als ihr Blick weich wurde, winkte er abwehrend ab, drehte sich um und eilte davon. In diesem Moment wollte er auf keinen Fall weiter mit ihr reden. Oder dass sie seine Entschuldigung annahm. Sie würde es allein deswegen tun, weil sie ihn nach seinem Geständnis für erbärmlich hielt.
Doch ihre Reaktion auf die Sache mit ihrem Double ließ ihn nicht mehr los. Diese Panik davor, dass jemand völlig Fremdes ohne ihr Wissen ihre Sache durchwühlt haben konnte.
Er sah sich auf der Straße um. Es war kein Wunder, dass viele dieser Menschen Lucius fürchteten und sich insgeheim wünschten, die Herrschaft des Princeps möge endlich enden. Sein Vater spielte mit seinen Untertanen wie mit Marionetten.
Dieses Argument hätte er mal seiner Mutter an den Kopf werfen sollen!


A/N: So, die beiden sind endlich wieder aufeinandergetroffen. Und ein paar neue Enthüllungen gab's auch.
Vielen lieben Dank für eure Kommis und Punkte.

@Quirky: Hallo du! Lange nichts mehr von dir gehört. SChön, dass du wieder da bist.
Vielen Dank für dein Kompliment zu meiner alternativen Realität. Ich hoffe, ich kann noch ein paar andere Nebenhandlungen unterbringen, ohne dass es zuviel wird.
Und zu deinem zweiten Punkt:Ja, Snape musste einfach sein. Sonst gäb's ja nur zwei unversöhnliche Lager, von denen keiner den anderen versteht. Und ich will die Story nicht zu krass enden lassen :D.

@Thayet: Na da bin ich ja froh, dass dein Geburtstag so schön war, obwohl es ein Werktag war. Das ist ja immer n bisschen schwierig.
Tja, Hermine lässt sich halt nicht so leicht einschüchtern und im Endeffekt war es dann doch gut, dass es so gelaufen ist. Sonst hätte Snape wohl ihr Gedächtnis manipulieren müssen. Und das ist ja etwas schwierig, ohne eine gewisse Erinnerung an Draco zu löschen.
Und in diesem Teil hattest du dein kleines Aufeinandertreffen Draco/Hermine. Wie fandest du's denn?
Was das Lilydouble angeht, verrat ich jetzt mal nix weiter. Das kommt aber bald.

@Eve: Ja, Snape ist doch unser kleiner jähzorniger Trankmeister. Ich frage mich immer noch, wie manche Leser ihn als gefühlskalten, superrationalen Analytiker sehen können, obwohl sie die Bücher kennen *kopschüttel*. Das ist er doch wohl eher im Film. Und sich dann beschweren, dass Alan Rickman ihn versauen würde.
Jaa, Hermine hat die Frau entdeckt, aber Snape konnte sie ja vorerst davon überzeugen, dass die Fremde nicht LIly sein kann.
Und wie du siehst, hat es Snape nicht so mit Gedächtniszaubern :D. Obwohl die Alternative auch hart ist.


 
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"Red-Sydney: Das Dunkle Reich - Teil 15" | Anmelden/Neuanmeldung | 3 Kommentare | Diskussion durchsuchen
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Re: Red-Sydney: Das Dunkle Reich - Teil 15 (Punkte: 1)
von redangeleve auf Samstag, 06. März 2010 @ 23:20:31 Uhr
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Als gefühlskalt habe ich Snape eigentlich nie gesehen. Er schafft es eben nur sehr gut seine Gefühle vor seiner Umwelt zu verbergen. Aber Du hast recht, im Film wirkt er schon sehr berechnend und kalt, allerdings hat man da ja auch nicht die Möglichkeit seine Gedankengänge nachzuvollziehen.

Auf die Idee mit dem Unbrechbaren Schwur wäre ich nie gekommen. Das ist natürlich genial und sehr schlau ausgedacht. Hermine darf also ruhig wissen, was er getan hat, nur jemandem erzählen kann sie es nicht. Wie er sie schließlich aus seinem Haus komplimentiert hat. Einfach göttlich. Allerdings hätte ich schon erwartet, dass sie für seine Behauptungen bzgl der Fremden irgendeinen Beweis sehen will. Schließlich kann er ihr das Blaue vom Himmel herunter lügen, aber vermutlich war sie in ihrer Situation einfach zu aufgewühlt und um ihr eigenes Schicksal besorgt.

Die fremde Frau hat auf jeden Fall eine gute Beobachtungsgabe und auf Anhieb ins Schwarze getroffen, was Snapes Gefühle für Lily betreffen. Klar, dass er sich damit nicht konfrontieren lassen will. Da ergreift er lieber die Flucht. Nur dauerhaft wird das auch keine Lösung sein.

Draco sollte echt aufhören halluzinogene Tränke zu konsumieren. Oder vorher einen Silencio Zauber über sein Zimmer verhängen. Seine Mutter ahnt also, dass da was im Busch ist. Schade, dass sie ihn nicht in seinen Gedanken unterstützen kann, sondern gleich das Schlimmste befürchtet.

An Hermines Stelle würde ich mir auch Sorgen machen, wenn ich den berechtigten Verdacht habe, dass jemand von Lucius Handlangern in meiner Wohnung wäre. Zumal sie immer damit rechnen muss, dass ihr Geheimnis auffliegt. Doch immerhin hat diese kurze Unterhaltung das Eis zwischen ihr und Draco doch wieder etwas schmelzen lassen.



Re: Red-Sydney: Das Dunkle Reich - Teil 15 (Punkte: 1)
von Thayet auf Sonntag, 07. März 2010 @ 16:48:21 Uhr
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Hey Syd =)

Der Teil war wieder einfach nur super! Bin noch immer total begeistert von deiner Story!

Nein, Hermine lässt sich wirklich nicht einschüchtern und ich bin froh, das Snape keinen Zauber angewandt hat, der sie alles vergessen lässt. Wäre vor allem schade um die Erinnerungen an Draco gewesen *g
Aber so ein Schwur, den man nicht brechen kann, ist eine gute Lösung.

Ich muss sagen, ich hatte die ganze Zeit beim Lesen - seit die vermeintliche Lily aufgetaucht ist - das Gefühl, als würde Snape mehr für Lily empfinden. Das er sie liebt und bei diesem Teil hatte man eindeutig die Bestätigung dafür, denn durch sein Weglaufen, brauchte er keine weitere Antwort auf die Frage zu geben.

Das Zusammentreffen ziwschen Draco und Hermine hat mir sehr gut gefallen, vor allem, weil Draco mal ein bisschen offener war und sich ganz offiziell entschuldigt hat ohne von irgendwas benebelt zu sein. Und ich denke sie glaubt ihm. Spätestens seit er das mit seiner ehemaligen Verlobten gesagt hat.

Ich bin schon sehr gespannt wie es weiter geht und freue mich daher wie immer sehr auf den nächsten Teil!

Alles Liebe Thayet



Re: Red-Sydney: Das Dunkle Reich - Teil 15 (Punkte: 1)
von Quirky auf Montag, 29. März 2010 @ 21:03:15 Uhr
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Hi,

diesen Teil fand ich wirklich wieder klasse.
Mensch Hermine kann ja echt nerven. Doch jedesmal wenn Sev genervt aufgestöhnt oder die Augen gerollt hat, wurde mein Grinsen breiter :D

Und Draco scheint sich allmählich auch ein wenig zu ändern. Er hat sich bei Hermine entschuldigt und meinte es auch so - tatsächlich macht mich dieser Teil der Geschichte auch neugierig ;)

Die Krönung:
Die Frau, die aussieht wie Lily (Ich hoffe sie bekommt bald einen Namen *gg*)
Fragt sie den armen Sev einfach ob er die Frau die ihr so ähnlich sieht, also die echte Lily, geliebt hat.
Und das überfordert ihn und er flüchtet - hier bin ich richtig Feuer und Flamme und würde am liebsten sofort weiterlesen.
Aber ich muss zu Bett :(
Vielleicht bin ich schon morgen wieder da

Also bis bald
GLG Quirky







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