Challenge-Update


Traurigerweise musste eine Teilnehmerin aus persönlichen Gründen aussteigen, eine andere mussten wir leider wegen Betrugsversuch ausschließen.

Somit sind es jetzt nur noch 9 Teams, die ins Rennen gehen.

Wichtige Infos HIER im Forum.

[Mehr Infos]

Featured Story
Aviva: Der Brief

Kummer, Schmerz und viel Gefühl...

[Buffy/Spike]

Stichwortsuche


suchen in



String-Vorgaben
Der Charakter, der übernommen werden muss ist Lindsey, d.h. das Pairing der Story muss Lindsey/XY sein.

Ich will, dass ...
  • das Zitat „Vergieb deinen Feinden, aber vergiss niemals ihre Namen“ (von John F. Kennedy) direkt oder indirekt vorkommt
  • jemand blutet
  • ein Traum eine Rolle spielt
  • eine (gemeinsame) Duschszene vorkommt
Ich will nicht, dass ...
  • Buffy auftaucht
  • Alles Eitel Sonnenschein ist
[Mehr Infos]

Fanfic Archiv
· Neueste Stories
· Tagesarchiv
· Monatsarchiv
· Autoren-Index
· Genre-Index
· Paare-Index
· Fandom-Index
· Index-Statistik
· Neu im Index
· Story-Recs
· Fanart Galerie
· BFF eCards

Allgemeines
· Facebook Seite
· LJ Community
· Dein Userprofil
· Userprofil suchen
· Newsletter Archiv
· PM Postfach
· Mitgliederliste

 Meg: His Brother - Teil 8
Geschrieben von Meg am Montag, 08. Februar 2010 @ 21:48:34 Uhr



Autor: Meg
Homepage: http://www.grangers-lair.de.vu
Titel: His Brother
Inhalt: Sie arbeitet mit Kindern und könnte sich in ihrer Umgebung nicht wohler fühlen. Sie hütet auch Draco Malfoys kleinen Bruder Scorpio. Aber sie hätte nicht damit gerechnet, dass sie dessen Bruder somit öfter sehen würde als es ihr lieb ist. Draco hingegen hat keinen Job und lebt im Luxus. Bis zu seinem Geburtstag jedenfalls...
Altersfreigabe: ab 18 Jahren
Teil: 8/?
Disclaimer: Alle in dieser Story verwendeten Charaktere und Grundkonzepte sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber. Sie werden einzig und allein zu Unterhaltungszwecken genutzt. Eine Copyright-Verletzung ist weder beabsichtigt noch impliziert.
Hauptcharakter(e)/Paar(e): Hermine/Draco



 

 

Teil 8

Und zum ersten Mal wollte sie nicht aufstehen, wollte nicht zur Arbeit gehen. Es war wohl auch das erste Mal in den sechs Jahren, dass sie es wirklich für Arbeit hielt. Sie starrte an ihre Decke. Die brauchte auch mal Arbeit. Zahlreiche Risse zogen sich bis zur Wand.

Sie wollte nicht raus, wollte nicht in die Magic-Corner, denn über der lag ein dunkler Schatten. Fünf Tage waren doch eine sehr lange Zeit. Sie wollte ihn nicht sehen, wollte nicht seine schlechte Laune ertragen müssen. Sie wollte ihre Wut nicht an den Kindern auslassen oder an Ginny.

Aber sie musste dort hin. Oder?

Es war Freitag. Sie könnte auch einfach krank machen. Ginny und Malfoy waren da. Sie konnten zu zweit fünfundzwanzig Kinder hüten. Sie schloss die Augen. Sie hasste ihn dafür, dass er ihre Arbeit zur Hölle werden ließ.

Sie erhobsich plötzlich, denn sie hörte Ginny aus dem Kamin.

„Hermine!“

Sie kniete sich vor den Kamin. „Was ist los?“, fragte sie verschlafen. Ginny sah furchtbar aus. Sie war blass und schien sich nicht richtig halten zu können.

„Hermine, ich glaub ich hab mir Grippe eingefangen oder so. Mir geht’s nicht gut. Ich werd heute nicht kommen.“ Oh nein. Das hieß, sie musste gehen.

„Ok… Trink viel Tee und halt dich warm. Ich komm heute Abend vorbei.“ Aber nein, das ging gar nicht. Heute saß sie ja gefangen bei Lavender und Dean. Mist.

„Nein, Hermine. Ich will nicht, dass du dich ansteckst, ok? Das wäre wirklich schlecht. Ich habe Lisa angerufen, aber die kann heute nicht kommen. Du bist mit Malfoy also allein. Denkst du, das geht?“

Nein, nein! Ganz bestimmt nicht. Es ging überhaupt nicht!

„Jaah.“, sagte sie lahm.

„Gut, ich melde mich morgen, ok?“

„Ja, ok. Grüß Harry. Und streng dich nicht an.“, fügte sie lahm hinzu. Ginny zog den Kopf aus den Flammen. Jetzt musste sie da wieder hin. Oh Gott! Sie durfte nicht zulassen, dass dieser Mann ihr ihre Arbeit versaute. Es war das einzige, was ihr wirklich Freude bereitete. Draco Malfoy schaffte es wirklich, alles zu zerstören. Sie hasste ihn.

~*~

Sie war nicht da. Nervös wanderte sein Blick durch den Raum. Es wurden immer mehr Kinder, die ihn anstarrten. Wie sollte er für fünfundzwanzig Kinder Frühstück machen? Wo war die kleine Weasley, und wo zum Teufel blieb Granger? Erlaubte sie sich hier einen kranken Scherz?

„Draco, ich hab Hunger.“

„Ja, ich weiß Scorpio, aber ich bin hier allein.“, knurrte er. Die anderen Kinder sahen unzufrieden aus. „Ok, hört zu!“, rief er über ihre Köpfe.

„Normalerweise müsst ihr das nicht machen, aber heute gibt es neue Regeln. Jeder holt sich einen Stuhl und stellt ihn an den Tisch. Ich hole Das Geschirr. Und dann kommt jeder mit in die Küche und bekommt seinen Teller in die Hand.“, beschloss er einfach und ging vor.

Tatsächlich befolgten die Kinder seinen Befehl. Sie wirkten ganz aufgeregt, als sie sich in einer Schlange vor die Küche stellten.

„Das haben wir noch nie so gemacht.“, bemerkte Florina jetzt.


„Tja, gewöhn dich dran.“, gab er zurück, als er ihr ihren Teller mit einem Brötchen gab.

„Kann ich neben dir sitzen, Draco?“, fragte sie jetzt. Er nickte nur.

„Sicher, das tust du ja sonst auch.“ Sie lächelte. Er verteilte alle Teller, balancierte die vielen Töpfe Butter, Käse und Wurst auf seinen Armen und lief hinter den Kindern her.

Devon hatte seinen Teller fallen gelassen und weinte jetzt, aber Draco sammelte hastig die Scherben ein, erklärte ihm, dass alles in Ordnung sei und holte einen neuen Teller. Und ein Muggelkehrblech. Was für eine furchtbare Arbeit. Er hatte schon von seinem Zauberstab geträumt!

Er war auch bereit daran zu glauben, dass dieser Traum gleichzeitig als Phallus-Traum zu zählen war. Sexuell gesehen war er ein Wrack geworden, verflucht noch mal.

Nach zwanzig Minuten saß jedes Kind. Verschiedene Becher mit Tee und Milch waren schon umgekippt und Draco kam überhaupt nicht dazu, sich hinzusetzen.

Und endlich kam sie!

„Oh.“, sagte sie überrascht.

„Granger, wie nett, dass du auch kommst. Da liegen Scherben und da tropft Milch vom Tisch. Sei so gut und mach das weg. Ich muss eben…“ Er wusste nicht mehr genau, was er wollte, aber es war in der Küche.

Kaffee. Richtig. Wahrscheinlich wollte sie auch welchen. Sie wusste, sie mochte ihn, denn seit er hier war, machte sie keinen Kaffee mehr. Er füllte zwei Becher und eilte zurück. Sie stand immer noch in der Tür und begrüßte die Kinder.


„Hier.“, sagte er und sprang hastig nach vorne. Er fing Devons Becher auf, allerdings schwabbte der Tee auf den Boden.

„Mist.“, murmelte er. Er seufzte. Ok. Lappen. Wo?

„Malfoy, hier.“ Sie reichte ihm ihren Zauberstab. Er fixierte ihn argwöhnisch.


„Soll das ein Witz sein Granger?“, erkundigte er sich, immer noch auf der Suche nach dem Lappen.

„Es ist ein kleiner Zauber. Das Ministerium wird es nicht bemerken. Ich muss ins Büro. Der Kamin…“ Er konnte nicht sagen, woher sie wusste, dass jemand im Kamin war, aber ergriff ihren Zauberstab. Sie hatte sich abgewandt.

Er holte tief Luft. Wortlos reinigte er den Boden, ließ die Scherben verschwinden und lächelte zum ersten Mal. Gott, wie hatte er es vermisst!

„Seht mal, Draco kann ja doch zaubern. Ich dachte schon, du bist ein Nuggel.“, lachte Charles. Draco verzog den Mund.

„Es heißt Muggel, und nein, natürlich bin ich kein Muggel.“, fügte er leiser hinzu.


„Ich bin Muggel.“, erklärte ein Mädchen. Muggel können auch zaubern.“, fügte sie hinzu, als ob es jemand anzweifeln wollte. Er hätte nicht gedacht, dass Elly Walsh ein Muggel war. Er hatte sie schon vor Tagen bemerkt. Sie war das einzige Mädchen, was sich nicht in ihn verliebt hatte. Das schien hier wohl so zu laufen, mit Muggelmädchen, fügte er in Gedanken hinzu.

Granger kam aus dem Büro.

„Deine Eltern sind wieder da.“, sagte sie knapp, ehe sie sich setzte.

Seine Eltern? Ein Wunder, dass sie überhaupt noch wieder kamen. Er hatte sie jedenfalls nicht vermisst. Aber er wusste, sein Bruder sah das anders. Es war verrückt, wie unterschiedlich die Malfoys sein konnten. Seine Kindheit war… furchtbar gewesen.

Und Scorpio? Er war… er wusste nicht, wie er es beschreiben sollte. Wenn er seine Eltern mit ihm sah, dann… Sie waren anders. Scorpio hatte keine Angst vor Lucius. Und Draco wusste nicht, wie er sich nicht fürchten konnte.

Natürlich war seine Angst jetzt auch nicht mehr vorhanden. Sein Vater konnte ihn nicht mehr einschüchtern. Aber trotzdem wusste er, er würde sich vor seinem Vater rechtfertigen müssen, weshalb er in einer Betreuung für Kinder arbeiten musste.

Dann würde Lucius ihm vorwerfen, er würde nichts mit seinem Leben anfangen und den guten Namen ruinieren und dann würde er schreien und seinem Vater sagen, dass er sich aus seinem Leben raushalten solle, und dann würde er einen Monat nicht mehr zu Besuch kommen.

Er seufzte. Er hatte das Gefühl, er hatte kein Leben mehr. All diese Kinder, die ihm den Nerv raubten und Granger, die er nicht leiden konnte. Es war als müsste er in seiner persönlichen Hölle arbeiten. Das schlimme war, er gewöhnte sich langsam an seine schlechte Laune, an das frühe Aufstehen, an die vielen Kinder, die alle mit ihm spielen wollten, obwohl er nie ein freundlicher Mensch gewesen war.

„Draco?“

„Ja?“, sagte er mechanisch.

„List du mir noch mal das Nuggelbuch mit den Dinosaren vor?“ Seine Mundwinkel zuckten. Granger hatte zwischen den magischen Märchen natürlich auch Muggelbücher platziert. Er nickte.

„Dinosauriern, Michael.“, korrigierte er die Grammatik des Jungen.

~*~

Anscheinend war die kleine Weasley krank. Granger hatte nichts gesagt, aber sie war immer noch nicht da und es war schon nach drei. Immer noch hatte er ihren Zauberstab. Er wollte ihn auch gar nicht wieder geben.

Aber er konnte ihn nicht mitnehmen.

„Draco?“ Sein Bruder sah ihn an. „Baust du die Burg?“ Draco erhob sich und legte Michael auf die Kissen neben sich. Er war beim Lesen eingeschlafen. Draco wusste jetzt fast alles auswendig, was es über Eier legende Riesenexen zu wissen gab. Informativ dieses Vorlesen.

„Ich könnte mir nicht Besseres vorstellen, Kleiner.“, sagte er. Scorpio sah ihn kurz an. Dann lachte er.

„Ja!“ Er reckte die Faust in die Luft. „Jungs, mein Bruder kommt. Der baut die beste Burg.“

„Scorpio?“ Er zuckte zusammen, als er die Stimme hörte. Es war also Zeit. Er erhob sich aus der Bauecke. Dabei waren sie erst gerade mit der weltbesten Burg fertig geworden. Den anderen Jungen hatte er erklärt, wie das Dach am besten gebaut wurde, damit die Steine zur gleichen Zeit die Farbe wechselten.

Sein Vater sah ihn argwöhnisch an.

„Draco? Was tust du hier? Wolltest du etwa deinen Bruder abholen?“ Als ob seine Eltern Scorpio jemals abholen würden. Seine Mutter hatte Scorpio bereits in die Arme gezogen.

„Mein kleiner, blonder Engel!“, rief sie glücklich. Draco versuchte sich diese Erinnerung ins Gedächtnis zu rufen. Hatte sie ihn je so genannt? Hatte sie ihn je so umarmt? Neid war eine schlimme Sache.

„Ich… arbeite hier, Lucius.“, erklärte er knapp.

„Was?“, zischte sein Vater, aber Draco wollte es jetzt nicht erklären.

„Vater!“ Seine Mutter hatte Scorpio wohl entlassen. Und es war unglaublich. Lucius‘ Wut verrauchte augenblicklich und ein Lächeln erhellte seine Züge und er sah fast so jung aus, wie Draco ihn noch in Erinnerung hatte.

„Mein Sohn! Ich habe dich sehr vermisst.“ Er hob ihn auf den Arm. Draco war, als legte sich eine kalte Hand um seinen Hals. „Draco, wir sprechen noch darüber.“, murmelte sein Vater.

„Mr Malfoy, Mrs Malfoy. Ich hoffe, Ihre Reise war angenehm. Scorpio ist ein lieber Junge.“ Ihre Stimme leierte. Was war mit ihr überhaupt los? Sie war gar nicht mehr so euphorisch. Sie hatte ihn heute nicht einmal mehr angeschrieen. Eigentlich hatte er sie heute überhaupt nicht gesehen, wenn er richtig überlegte.

„Ms… Granger, richtig?“ Lucius war ein Arschloch.

„Ahem, ja.“

„Wir müssen auch los.“, erklärte Lucius knapp.

„Was machst du hier, Draco? Wolltest du Scorpio abholen? Wie nett von dir.“ Die Worte seiner Mutter klangen kaum aufrichtig.

„Nein, Narzissa, anscheinend arbeitet Draco hier.“ Seine Mutter verzog den Mund.

„Was? Wieso sollte er?“, flüsterte sie schockiert. Draco seufzte.

„Ich habe mich an meinem Geburtstag daneben benommen und das ist meine Strafe.“ Lucius‘ Augen verengten sich zornig.


„Was? Das ist nicht dein Ernst, Draco!“ Seine Stimme kühlte um einige Grad ab. Aber er schrie nicht. Nein, sein kleiner Goldschatz saß ja auch auf seinem Arm.

„Draco, kommst du heut Abend?“, fragte Scorpio, der den Stimmungswechsel nicht mitbekommen hatte.


„Nein, Draco kann heute nicht.“, erwiderte sein Vater für ihn.


„Oh.“

„Wir gehen. Narzissa, komm.“ Er verabschiedete sich weder von ihm, noch von Granger. Scorpio winkte leicht.

Sie waren verschwunden. Er seufzte.

„Du kannst gehen. Ich mach gleich zu.“, sagte sie kurz angebunden. Ja, er konnte gehen. Er hatte hier nichts verloren. Und Zuhause hatte er auch nichts verloren, und in seiner Wohnung wohnte er auch nicht wirklich.

Die letzten Eltern verließen das Haus.

Er setzte sich auf die kleine Bank in den Flur und vergrub den Kopf in seinen Händen. Endlich war Wochenende. Aber das würde ihm sein Vater zu versauen wissen, nahm er an.

„Ich hab gesagt, du kannst gehen, Malfoy.“, sagte sie ausdruckslos.

„Ja, ich gehe ja schon, verflucht noch mal.“ Er erhob sich schwer. Er erwiderte ihren Blick. Er konnte ihn nicht wirklich deuten. „Verschon mich, Granger.“ Er hatte keine Lust, dass sie sich darüber lustig machte, wie sein Vater mit ihm umging.

„Lass mich in Ruhe. Verschwinde einfach.“ Sie wandte sich ab. Sie wirkte müde. Und sie ging zurück in den leeren Hauptraum. Alles fühlte sich scheiße an. Er wollte nicht, dass sie ihn verurteilte. Als wäre sie etwas Besseres!

Er folgte ihr. Sie setzte sich auf eines der großen Kissen. Dort lag noch das Dinosaurierbuch. Sie nahm es in die Hände, ohne es anzusehen.


„Granger…“, begann er, aber sie blickte aus den Fenstern.

„Malfoy, es ist Freitag. Die Woche ist jetzt vorbei und ich möchte dich wirklich nicht mehr sehen.“

„Glaub mir, ich will dich auch nicht sehen.“, erwiderte er.

„Was willst du dann von mir?“ Jetzt sah sie ihn an. Ernst und erschöpft. Er öffnete den Mund, schloss ihn aber wieder.

„Nichts.“, sagte er schließlich. Er hielt inne und zog den Zauberstab aus seiner Tasche. „Hier.“ Er legte ihn auf den Tisch, als sie nicht reagierte. Und irgendwas in seinem Innern hätte sie gern gefragt, was passiert sei, aber er fragte nicht.

Er rührte sich jedoch nicht.

„Worauf wartest du, Malfoy?“, fragte sie trocken. Er war zu müde, um sich zu streiten.

„Auf gar nichts, Granger.“

„Dann geh endlich!“ Ihre Stimme wurde lauter.

„Wirfst du mich raus?“


„Ja, ich werfe dich raus.“ Sie hatte sich erhoben. Sie funkelte ihn zornig an, die braunen Augen dunkel vor Wut. Einzelne Strähnen fielen in ihre Stirn. Nach einer gewissen Zeit hielten sie nicht mehr in ihrem Zopf. Draco fand, sie sah sowieso besser aus, wenn sie die Haare offen trug. … - Wenn sie überhaupt gut aussah.

„Was hab ich dir getan?“ Er runzelte die Stirn. Sie war wie eine tickende Zeitbombe.

„Was? Fragst du das wirklich?“ Jetzt schrie sie. „Verschwinde endlich! Du versaust mir sowieso jede Sekunde hier. Jetzt ist Freitag. Jetzt habe ich zwei Tage Ruhe. Also, hau ab!“

Er starrte sie an. Sie konnte sich hinten anstellen, in die Schlange der Leute, die glaubten, er versaue den Tag. Er vermisste Scorpio. Denn er warf ihm niemals vor, er versaue den Tag. Tatsächlich mochte ihn sein Bruder, wie eklig er sich auch ihm gegenüber verhielt. Eigentlich hatte er es nicht verdient.

„Manchmal hasse ich es, dass er mein Bruder ist.“, sagte er abwesend. „Manchmal wünschte ich, er wäre mein Sohn. Dann müsste er nicht zu Lucius.“ Seine Stimme klang bitter. Jetzt hatte er es gesagt. Es war ungerecht, dass Lucius die Liebe bekam, die er überhaupt nicht verdient hatte. Aber gut, er selber hatte sie nun auch nicht verdient. Er war neidisch auf Scorpio, weil er richtige Eltern hatte. Und er war neidisch auf Lucius, weil er einen Sohn hatte, der ihn liebte.

Er hatte niemanden. Nicht mehr.

„Was?“ Erst jetzt registrierte er, dass sie ihn ja hören konnte. Er war schon ganz neben sich.

„Nichts.“, knirschte er bitter. „Vergiss es.“

„Du magst deinen Bruder also doch.“, sagte sie leise. Er lachte.

„Was denkst du? Dass ich meinen eigenen Bruder hassen würde?“ Sie sah unschlüssig aus. Anscheinend sah es für manche tatsächlich so aus. „Ach, und die Beleidigung tut mir wirklich leid.“, fügte er unwirsch hinzu.

„Welche?“, fragte sie jetzt spöttisch. Kurz hoben sich seine Mundwinkel.

„Ich habe es Scorpio erklärt. Und ich habe ihm gesagt, dass es Unrecht ist, jemanden nach seinem Blut zu verurteilen, aber ich glaube nicht, dass er diesen Unsinn sowieso verstanden hat.“ Er fuhr sich über die Stirn und durch die hellen Haare. „Also, schönes Wochenende, Granger.“

„Danke.“, sagte sie etwas perplex. Was war los mit ihm? Anscheinend machte ihn die Müdigkeit handzahm. Wahrscheinlich sprach gerade sein Schwanz, der ihm signalisierte, dass Granger ein Mädchen war.

Er ließ sie allein. Das war es schließlich, was sie wollte. Er hatte auch genug von ihr. Sie schien auf ihn abzufärben. Er wurde freundlicher. Ohne, dass er es verhindern konnte. Vielleicht lag es auch nicht an ihr, sondern an diesen Kindern, die einfach vollkommen lieb und unschuldig waren. Sie machten es schwer, sein gewöhnliches Misstrauen und seinen üblichen Hass aufrecht zu erhalten.

tbc...

@Edea: ja, ich mag diese unterarm szenen auch. die sind eig überall immer toll. ich denke auch, es ist ein ziemlich schönes tattoo. so biker-style. und noch muss draco ja ein mistkerl sein. sonst hätte mione keine motivation ihn zu ändern :>

@redangeleve: ja, ich hab überlegt, wie kann ich meine beiden ärgern... da schick ich einfach mal unangenehmen besuch. und ich glaube, es dauert hundert jahre, bis irgendjemand jemanden respektiert, der viel besser ist, als er selber... und scorpio macht mich mittlerweile schon wahnsinnig :> keine story mehr mit kindern.

@Syd:ja, du kennst das ende von unaware noch nicht. lass dir zeit. lass mich wissen, was du denkst, falls du es lesen solltest. und den mixkerl hab ich von dem kleinen bruder von nem freund geklaut. hab ich totgelacht. ich fand es absolut passend. es ist offensichtlich, aber keine richtige beleidigung. und die streitereien bleiben noch. der meggie-mäßige-schmalzige kitsch kommt später, oder was immer es ist, was meine stories ausmachen :>


 
Login
Benutzername

Passwort

Sicherheits-Code: Sicherheits-Code
Sicherheitscode eingeben

Kostenlos registrieren!. Gestalten Sie Ihr eigenes Erscheinungsbild. Passen Sie das Seitenlayout Ihren Wünschen an

Verwandte Links

Artikel Bewertung
Nur registrierte User können Stories bewerten!

Einstellungen

Genre: Character Appreciation Month

 Druckbare Version Druckbare Version


"Meg: His Brother - Teil 8" | Anmelden/Neuanmeldung | 4 Kommentare | Diskussion durchsuchen
Für den Inhalt der Kommentare sind die Verfasser verantwortlich.

Keine anonymen Kommentare möglich, bitte zuerst anmelden

Re: Meg: His Brother - Teil 8 (Punkte: 1)
von Red-Sydney auf Montag, 08. Februar 2010 @ 22:40:40 Uhr
(Userinfo | Artikel schicken)



Okay, ich lass mir Zeit. Das hört sich nicht gut an. Überhaupt nicht :o. Aber klar sag ich dir, was ich denke, wenn ich fertig bin.
Jaa, und Streitereien kommen noch mehr! :D

Aber nach diesem Teil sieht es so aus, als ob die beiden erst mal resignieren und an den Punkt kommen, an dem sie mehr von sich preisgeben, als sie wollen. Draco hat ja schon mal nen guten Anfang gemacht.

Hermine tut mir richtig leid. Dass Draco ihr den ganzen Spaß an der Arbeit nimmt, ist schon echt bitter. Und dann wird auch noch Ginny krank. Klar, dass sie Draco erst mal aus dem Weg geht.

Apropos Draco: Der schlägt sich ja ziemlich gut, dafür, dass Hermine ihn einfach machen lässt. Sie sollte ihn öfter mal mit den Kids alleine lassen. Dann gewöhnt er sich mal daran.
Das mit seinen Eltern war auch wieder richtig bitter. Scorpio als das Wunschkind und wird geliebt, während der große Bruder zwischen Neid und Liebe zu dem Kleinen hin- und hergerissen ist.
Und sein Geständnis lässt tief blicken.

Bin schon gespannt darauf zu erfahren, was Hermine jetzt über ihn denkt.



Re: Meg: His Brother - Teil 8 (Punkte: 1)
von Edea (brummelmaus@hotmail.de) auf Dienstag, 09. Februar 2010 @ 14:50:06 Uhr
(Userinfo | Artikel schicken)



Da kann man mal sehen das in einigen Fällen Kinder einem Menschen gut tun können.
Bis zu einem gewissen alter haben Kinder ja keinerlei Vorurteile und gehen offen an alles ran. Was mit sicherheit auf den guten Draco abfärben wird.

Mit seinen Eltern tut er mir wirklich leid. Gut damals als Draco klein war, waren die Zeiten anders. Voldemort war noch zu gegen und es musste ein bisschen mehr Disziplin herrschen. Jederzeit hätte der eigene Sohn in dem Krieg sterben können. Und jetzt kann der kleine Malfoy unbeschwert aufwachsen und die Eltern alles besser machen. Aber das Lucius immer noch das Gefühl vermittelt das er der Arsch vom Dienst ist tut mir irgendwie leid.

Auf jeden Fall sehr schön das beide langsam aus sich heraus platzen. ^^

Und die Kids sind toooooooooooll.

LG Edea



Re: Meg: His Brother - Teil 8 (Punkte: 1)
von redangeleve auf Dienstag, 09. Februar 2010 @ 15:40:48 Uhr
(Userinfo | Artikel schicken)



So jetzt hast Du es geschafft: Draco tut mir tatsächlich leid. Zu sehen, dass sein Bruder ein ganz anderes Leben lebt, als er es als Kind behabt hat, muss schon richtig beschissen sein. Und selbst jetzt im Erwachsenenalter, bekommt er weder Liebe noch Anerkennung. Da kann man ja eigentlich nur zum Megaarsch mutieren. Aber vielleicht hat sein Geständnis in Hermines Gegenwart auch etwas gutes und sie erkennt, dass er auch nur ein Mensch ist. Vielleicht braucht er einfach nur gaaaanz viel Liebe :D



Re: Meg: His Brother - Teil 8 (Punkte: 1)
von fallenAngel auf Dienstag, 09. Februar 2010 @ 21:28:10 Uhr
(Userinfo | Artikel schicken)



Hi Meg :D,

die Story ist einfach super schön!

Draco tut mir echt leid :(. Sein Bruder hat eine Kindheit, die er nie hatte. Auch wenn seine Eltern scheinbar sehr oft weg sind, so sind sie in der Zeit, wo sie da sind scheinbar doch gut zu ihm. Ich weiß gar nicht wo der Wandel herkommt, denn scheinbar betrifft er nur Scorpio...Draco bekommt immer noch nur Verachtung zu spüren und das muss wirklich weh tun.
Er wird sich fragen, was er falsch gemacht hat und letztendlich kommt er nie zu einer Antwort, denn sein Vater wird ihm die sicher nicht geben und er selbst kann sie sich nicht geben. Er tut mir leid :(.

Ich wüsste nicht, was ich ohne meine Eltern täte und ich kann es mir nicht vorstellen, wie grauenvoll es wäre ohne liebende Eltern. *wein*

Aber vielleicht kann ihn Hermine ja aus dieser Kriese helfen? *hoff* Seine Kindheit bekommt er nicht zurück, aber vielleicht wenigstens eine Zukunft ;).

Freue mich schon auf den nächsten Teil!

*winke* *Meg für diese Story knutsch*







PHP-Nuke Copyright © 2005 by Francisco Burzi. This is free software, and you may redistribute it under the GPL. PHP-Nuke comes with absolutely no warranty, for details, see the license.
Erstellung der Seite: 0.18 Sekunden